HANNOVER - Der Landesrechnungshof hat dem Wirtschaftsministerium schwere Versäumnisse bei der Vergabe von Fördermitteln an das inzwischen insolvente Unternehmen Cemag-Anlagenbau in Hameln vorgeworfen. In drei von fünf geprüften Fällen in den Jahren 2004 bis 2009 sei die Förderung nicht gerechtfertigt gewesen, heißt es nach Angaben von „NDR 1 Niedersachsen“ in einem aktuellen Prüfbericht. Es gehe um Subventionen von über 1,2 Millionen Euro. In einem Fall habe das Ministerium die Vergabevorschriften rückwirkend geändert. Die Cemag war durch Besuche des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff bei Firmenchef Ali Fard in die Schlagzeilen geraten.