HANNOVER - Zu einem einwöchigen Besuch nach Südamerika bricht an diesem Sonnabend der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) auf. Begleitet wird der Regierungschef von einer 80-köpfigen Delegation, der Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft angehören. Wichtigstes Anliegen der Reise ist die Vertiefung wirtschaftlicher Kontakte mit Brasilien und Argentinien.

„Diese große und hochkarätige Delegation zeigt die Bedeutung, die der südamerikanische Markt für die Wirtschaft und Wissenschaft Niedersachsens hat“, sagte McAllister nach Angaben der Staatskanzlei in Hannover. Als politischer Höhepunkt der Reise gilt ein Treffen mit der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires sind weitere politische Gespräche geplant.

In Anchieta bei Sao Paulo will McAllister das VW-Werk besichtigen. Die vier Volkswagen-Werke von VW do Brasil beschäftigen 23 000 Menschen und sind damit einer der größten Arbeitgeber der Automobilbranche. Begleitet wird der CDU-Politiker von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn. Auch die Cebit 2012 ist in Sao Paulo ein Thema: So sollen Verträge mit dem Partnerland Brasilien unterzeichnet werden.

In beiden Hauptstädten richtet Niedersachsen während der Reise einen Empfang zum Tag der Deutschen Einheit aus – am 3. Oktober in Sao Paulo und am 5. Oktober in Buenos Aires. Weiterer Programmpunkt ist der Besuch eines Projekts des evangelisch-lutherischen Missionswerkes in Villa Campo Grande (Brasilien).

Ein Novum gibt es am 3. Oktober: alle drei Delegationen werden in Houston zusammenkommen, um mit geladenen Gästen im Deutschen Generalkonsulat den Tag der Deutschen Einheit zu feiern.