HANNOVER - In Niedersachsen gibt es nach Angaben des Sozialministeriums immer mehr Angebote für Demenzkranke, die zu Hause betreut werden. Das Land unterstütze diese niedrigschwelligen Hilfen in diesem Jahr mit 1,5 Millionen Euro.
„Wir erreichen hierdurch Menschen, die lange im häuslichen Umfeld und selbstbestimmt leben wollen“, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) am Donnerstag in Hannover. Die Unterstützung greife bereits, wenn noch keine Pflegestufe gelte.
Mit einer Informations-Kampagne will das Ministerium weitere Anbieter der Hilfen gewinnen, die häufig durch Ehrenamtliche geleistet werden. Ab sofort werben Plakate und Informationsblätter für die Betreuungsangebote, die neben Demenzkranken auch Menschen mit geistigen Behinderungen und psychischen Erkrankungen offenstehen.
„In Niedersachsen leben rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld“, erläuterte die Ministerin. Das seien weit mehr als 60 000 Menschen.
Innerhalb von sechs Jahren sei ein nahezu flächendeckendes Netz an niedrigschwelligen Betreuungsangeboten aufgebaut worden. Die Zahl der anerkannten Anbieter sei auf 329 gestiegen, berichtete die Ministerin.
Die rund 670 Angebote reichten von der Tagesbetreuung älterer Menschen bis zu Helferkreisen. Inzwischen profitierten mehr als 40 000 Menschen von den Hilfen.
