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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Sind die Retter der NordLB zerstritten?

23.03.2019

Hannover Ist die Rettung der norddeutschen Landesbank NordLB doch noch nicht in trockenen Tüchern? Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge ist zwischen dem Land Niedersachsen und den Sparkassen ein neuer Streit um die Zukunft der gemeinsamen Bank ausgebrochen. Zudem sollen auch die Geldhäuser untereinander uneins sein. Dem Bericht zufolge soll sich die niedersächsische Sparkassenfamilie gegen eine schnelle Herauslösung der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) aus der Landesbank ausgesprochen und damit gegen den eigenen Bundesverband gestellt haben. Der Sparkassenverband Niedersachsen wollte sich dazu nicht äußern.

Ein Sprecher von Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) sagte, es fänden derzeit „intensive Gespräche“ statt. Man gehe davon aus, dass die NordLB Anfang April ihr neues Geschäftsmodell vorstellen werde. Am 4. April präsentiert die Bank in Hannover ihre Jahresbilanz für 2018. Das neue Konzept sieht eine stark geschrumpfte Bank vor, die operativ Geld verdient und die gewährten Hilfen auf Dauer zurückbezahlt.

Tatsächlich hatte das alte Geschäftsmodell vor allem wegen der Anhäufung durch milliardenschwere Schiffskredite nicht funktioniert. Wegen hoher Abschreibungen durch die Schiffskrise fehlt dem Geldhaus Kapital. Nachdem private Investoren nur gegen Zuzahlung des Landes in die Bank einsteigen wollten, einigte sich Niedersachsen als größter Anteilseigner mit den Sparkassen auf eine Milliardenspritze: Demnach soll das Land 2,4 Milliarden Euro, teils über Garantien, beisteuern. Die Kreditinstitute sollen 1,1 Milliarden Euro geben. Ob sich auch Sachsen-Anhalt an der Rettung beteiligt, ist offen: Der kleinere Anteilseigner will die Entscheidung vom neuen Geschäftsmodell abhängig machen. „Wir gehen davon aus, dass Sachsen-Anhalt seinen Beitrag leisten wird“, sagte der Ministeriumssprecher.

Im Gegenzug zur Finanzhilfe soll die NordLB radikal schrumpfen: Von bisher noch etwa 5650 Stellen sollen bis zu 4000 wegfallen oder ausgelagert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen. Weiterer Streitpunkt zwischen den Trägern ist laut dem Zeitungsbericht der Umgang mit den verbleibenden Schiffskrediten. Zwar gelten die als Ursache allen Übels bei der NordLB, doch das Land ziert sich offenbar, die gut laufenden unter Wert zu verramschen. Politisch ist der Ausstieg sowieso umstritten, da viele norddeutsche Reeder beim Verkauf um ihre Existenz fürchten.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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