HANNOVER - Politik und Wirtschaft versuchen unter Hochdruck, die Krise beim Jade-Weser-Port beizulegen. Ein Spitzengespräch zwischen Realisierungsgesellschaft und Hafenbetreiber Eurogate in Wilhelmshaven blieb am Freitag allerdings ergebnislos. Am Montag wollen sich beide Seiten wieder zusammensetzen. Nach Informationen dieser Zeitung ist für kommenden Donnerstag eine Sondersitzung des Aufsichtsrates in Bremen einberufen worden.
An dem dreistündigen Spitzengespräch nahmen unter anderem der Geschäftsführer der Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth, und Eurogate-Chef Emanuel Schiffer teil. Vorrangig ging es dabei um die Reparatur der Schäden an der Kaimauer. An rund 150 Stellen klaffen Risse. Eurogate soll zudem über den geplanten Probetrieb ab 5. Mai informiert haben. Wie es hieß, will der Hafenbetreiber ein Schiff mit 150 Leercontainern mieten, um das Ausladen zu üben. Die Sprecherin der Realisierungsgesellschaft, Susanne Thomas, nannte das Gespräch konstruktiv.
Niedersachsen will an der geplanten Betonwand festhalten, den Wunsch von Eurogate und Bremens Ports nach einer zweiten Spundwand aber noch einmal prüfen. Die Stellungnahmen der Gutachter sollen dann im Aufsichtsrat bewertet werden.
Ich bin davon überzeugt, dass nächste Woche eine vernünftige Lösung zur Übergabe der Kaje und zum Ablauf der Sanierung der Schlosssprengungen in der Spundwand gefunden sein wird, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). SPD-Landesvize Olaf Lies (Sande) erklärte, er sei froh über die Gespräche. Die Androhung rechtlicher Schritte lösen die Probleme nicht.
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