Hannover - Beim Verdienst hinken die Beschäftigten in Niedersachsen den Arbeitnehmern in vielen anderen Bundesländern weiter hinterher. Vollzeitbeschäftigte im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich erzielten im Jahr 2016 im Durchschnitt einen Bruttoverdienst in Höhe 45 576 Euro. Im bundesweiten Mittel erzielten die Beschäftigten dagegen 48 936 oder 3360 Euro mehr.
Das geht aus einem Ländervergleich hervor, den das Landesamt für Statistik (LSN) im aktuellen Niedersachsen-Monitor veröffentlicht hat. Die durchschnittlich höchsten Bruttoverdienste hatten die Beschäftigten in Hamburg (55 155 Euro) und Hessen (54 813). Die Bremer brachten es auf 49 523 Euro. Die niedrigsten Bruttoverdienste gab es in Thüringen (37 075) und Sachsen-Anhalt (38 340).
Für das vergleichsweise niedrige Lohnniveau im Land sieht das Wirtschaftsministeriums in Hannover eine Reihe von Gründen. „Der größte Teil der Landesfläche gehört zum ländlichen Raum ohne großstädtische Ballungsräume“, sagte Sprecher Eike Frenzel. „Im regionalen Branchenmix sind Hochlohnbranchen unterrepräsentiert, Branchen mit niedrigen Löhnen dagegen überrepräsentiert.“ Zudem liege der Anteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss unter dem Bundesdurchschnitt.
