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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Weiterer Schlachtbetrieb gerät in die Kritik

21.11.2018

Hannover Erneut steht ein niedersächsischer Schlachthof nach Vorwürfen von Tierquälerei in der Kritik. Videos von versteckten Kameras zeigten, wie Schweine bis zu 40 Mal mit Elektroschockern gequält worden seien, berichtete das Deutsche Tierschutzbüro am Dienstag in Berlin. Der Organisation sei aufgefallen, dass der Schlachthof videoüberwacht sei und damit in Niedersachsen und bundesweit diskutierte Forderungen bereits erfüllt habe. Das Videomaterial soll am Mittwoch bei einer Protestveranstaltung vor dem Schlachthof vorgestellt werden.

Das Unternehmen des betroffenen Schlachthofs in Laatzen teilte am Abend mit, man bedauere die Verstöße gegen den Tierschutz: „Das mehrfache Einsetzen von Elektrotreibern entspricht in keiner Weise den Tierschutzstandards, die wir vorgeben“, hieß es in einer Mitteilung der Leine-Fleisch GmbH. Die Verstöße seien „von einem über einen Werkvertrag eingesetzten Beschäftigten“ begangen worden. Die Zusammenarbeit mit dem Subunternehmer werde beendet. Das gesamte Kontrollsystem, vor allem der „Bereich der Betäubung und Tötung“ solle einer kritischen Überprüfung unterzogen werden.

Dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium liege ein Zusammenschnitt des Videomaterials vor, teilte ein Sprecher am Abend mit. Wegen der Schilderung der angeblichen Verstöße habe das Ministerium die Strafanzeige des Tierschutzbüros zusätzlich an die Staatsanwaltschaft Oldenburg übermittelt. Das Bildmaterial solle auch von Fachleuten des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) gesichtet werden.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte kürzlich eine Bundesratsinitiative zur Kameraüberwachung in Schlachtbetrieben angeregt. Damit reagierte sie auf Vorwürfe gegen zwei Schlachthöfe in Bad Iburg und Oldenburg wegen Tierschutzverstößen.

Nach Recherchen des ARD-Magazins „Fakt“ hat der schwedische Möbelkonzern Ikea verdächtige Fleischprodukte aus seinen Einrichtungshäusern entfernt. Ikea könne nicht ausschließen, dass ein Zulieferer Rindfleisch von dem inzwischen geschlossenen Oldenburger Schlachthof bezogen habe. Auch McDonald’s habe anderthalb Jahre Rindfleisch aus Oldenburg bekommen und das Geschäftsverhältnis Ende 2017 beendet, berichtete das ARD-Magazin.

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