HANNOVER - HANNOVER/DPA - Zum Schutz vor gesundheitsschädlichen Abgasen will Hannover schadstoffreiche Autos von 2008 an aus dem Zentrum verbannen. Dazu werde eine Umweltzone mit Einschränkungen für alte Autos eingerichtet, die in zwei Stufen 2010 und 2012 auf weitere Fahrzeuge ausgedehnt werden sollen. Das sagte Umweltdezernent Hans Mönninghoff (Grüne) am Montag bei der Vorstellung des Entwurfs für einen Luftreinhalteplan.
Er erwarte einen Schub von Nachrüstungen älterer Dieselautos mit Rußpartikelfiltern. Zum Start der Einschränkungen, die 2008 schätzungsweise 5000 in Hannover zugelassene Autos treffen, sind Ausnahmen geplant.
Hintergrund der Maßnahmen sind EU-Vorschriften zur Luftqualität, die bei zu hoher Belastung mit Feinstaub ein Gegensteuern verlangen.
In Niedersachsen wurden zu hohe Feinstaubbelastungen, die vor allem von Industrieabgasen und dem Verkehr herrühren, in Burgdorf, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Osnabrück und Braunschweig gemessen.
Als erste niedersächsische Stadt hat Hannover einen Plan zur Luftreinhaltung erarbeitet, den die Gremien der Stadt bis zum Sommer beschließen sollen. In Baden-Württemberg haben einige Städte bereits Umweltzonen ausgewiesen.
Der Luftreinhalteplan sieht außerdem ein Fahrverbot für den durchgehenden Lastwagenverkehr und eine Optimierung der Ampelschaltungen für einen zügigen Verkehrsfluss vor. Außerdem will die Stadt für ihren Fuhrpark 120 schadstoffarme Autos beschaffen, rund 50 davon mit Gasantrieb. Dafür sind 3,5 Millionen Euro veranschlagt. Möglicherweise soll auf einigen innerstädtischen Straßen die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 40 begrenzt werden.
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