HANNOVER/VECHTA/ - HANNOVER/VECHTA/LNI - Niedersachsen sorgt sich angesichts der Verlängerung der Geflügel-Stallpflicht um das Siegel für Freilandeier und die wirtschaftliche Existenz der betroffenen Betriebe. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) forderte am Mittwoch, die Stallpflicht zunächst nur bis Mitte Mai zu verlängern.
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CDU) hatte angesichts der Vogelgrippe angekündigt, Geflügel müsse bis auf weiteres unbefristet eingesperrt werden. Dagegen ist für den Präsidenten der niedersächsischen Geflügelwirtschaft, Wilhelm Hoffrogge die Verlängerung der Stallpflicht unvermeidbar. „Die Abwehr der Vogelgrippe hat oberste Priorität. Das Risiko ist hoch und wir müssen es ernst nehmen.“
Er hoffe allerdings, dass es für die deutsche Freilandhaltung Ausnahmeregelungen gibt und es auch in Zukunft Freilandeier geben wird. An entsprechenden Regelungen werde bereits gearbeitet.
Spätestens vom 12. Mai an bekommen die Landwirte mit Freilandhaltungen Probleme: Dann läuft nach einer Verordnung der EU die 12-Wochen-Frist seit Beginn der Stallpflicht ab.
Bis dahin dürfen Eier nach der EU-Kennzeichnungspflicht weiter das Zeichen „1“ für Freilandhaltung erhalten, obwohl die Legehennen seit dem 17. Februar im Stall stehen.
Laut Hoffrogge soll die Freilandhaltung in risikoarmen Zonen mittels Ausnahmegenehmigung erlaubt werden.
