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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Wird der Grünkohl wegen langer Dürre teurer?

05.10.2018

Hannover /Vechta Die lange Dürrezeit in diesem Sommer in Niedersachsen könnte zu höheren Grünkohl-Preisen führen. „Der Aufwand und die Betriebskosten für die Landwirte waren sehr hoch in diesem Jahr“, sagte der Gemüsebau-Experte Erich Klug von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Ob der heiße und trockene Sommer auch Auswirkungen auf die Ertragsmenge und die Qualität haben wird, lasse sich nicht pauschal beantworten. Das hänge vom Standort ab und davon, ob die Anbauflächen beregnet werden können oder nicht. „In der Regel hat man im Gemüsebau Beregnungsmöglichkeiten“, sagte Klug. Aber die Beregnung sei für die Landwirte mit deutlich höheren Kosten verbunden gewesen als in Durchschnittsjahren.

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„Man kann schon sagen, dass Sommerkohl, den wir im August geerntet haben, mit mehr gelben Blättern behaftet war und auch längst nicht so groß war, wie er eigentlich sein sollte“, sagte Ludger Niemann, Betriebsleiter bei dem Tiefkühlgemüseproduzenten Elo-Frost aus Vechta-Langförden. „Aber inzwischen haben wir Top-Qualität auf den Feldern stehen, in ausreichender Menge.“

Zentrum des Grünkohlanbaus

Niedersachsen ist neben Schleswig-Holstein das Zentrum des Grünkohlanbaus in Deutschland.

Die Anbaufläche in Niedersachsen ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen. Im vergangenen Jahr wurden auf 489 Hektar Freiland 6871 Tonnen Grünkohl geerntet.

Einige frühe Sorten werden bereits im August geerntet, die Haupternte beginnt in der Regel erst nach den ersten Nachtfrösten.

Auf ganz Deutschland bezogen rechnet der Deutsche Bauernverband auch wegen des Dürre-Sommers bei Kohlgemüse mit Ertragseinbußen bis zu 50 Prozent bezogen auf den langjährigen Durchschnitt. „Beim Kohl fahren wir eine unterdurchschnittliche Ernte ein“, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied am Donnerstag. Auch der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) rechnet mit Ernteeinbußen. „In einigen Regionen belaufen sich die Verluste bei Weißkohl auf bis zu 40 Prozent und bei Rotkohl auf bis zu 50 Prozent“, sagte BOGK-Geschäftsführer Christoph Freitag. Auch beim Grünkohl entfalle im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt absehbar die Hälfte der Ernte.

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