Hannover/Vechta - Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Zivilcourage eines Handwerksbetriebs aus Vechta am Rande eines Gesprächs mit dem Initiator der #MeTwo-Kampagne, Ali Can, als „vorbildlich“ bezeichnet. Thomas Bröring, Chef einer Sanitär- und Heizungstechnik-Firma hatte, hatte sich öffentlich vor seinen Mitarbeiter gestellt, der wegen seiner Hautfarbe von einer Kundin diskriminiert worden war. Die Frau wollte den aus Mali stammenden dunkelhäutigen Mitarbeiter nicht in ihr Haus lassen. Der Firmenchef verzichtete daraufhin auf den Auftrag – und stellte sich auf einem Foto mit einem weiteren Kollegen demonstrativ hinter seinen jungen Mitarbeiter. Das Bild verbreitete sich blitzschnell im Internet.
„Der Klempner hat vorbildlich gehandelt, indem er gesagt hat, dass er das nicht mitmacht und die Frau aufgefordert hat, sich einen anderen Betrieb zu suchen“, lobte Weil. Zuvor hatte der Regierungschef sich eine Stunde Zeit genommen, um mit dem deutsch-türkischen Sozialaktivisten Ali Can (24) aus Essen über Alltagsrassismus zu sprechen. Weil nannte die Kampagne „höchst verdienstvoll“.
