HANNOVER - Fast 50 000 Beschwerden sind bei der Deutschen Bahn in Niedersachsen und Bremen im vergangenen Jahr von Regionalreisenden eingegangen. Dies seien fast 20 000 mehr als noch vor wenigen Jahren, teilte die Deutsche Bahn am Dienstag in Hannover mit.
Der Zuwachs habe vor allem mit den ab 2007 im Großraum Hannover eingeführten Erstattungsregeln im Nahverkehr bei Verspätungen ab 20 Minuten zu tun. Auf die zentral in Hannover bearbeiteten Beschwerden, die vor allem mit verspäteten Zügen und verpassten Anschlüssen zusammenhängen, reagiere die Bahn mit Kulanz.
Die Reaktionen von Reisenden seien für die Bahn von großer Bedeutung, denn oft ließen sich Probleme auch schnell beseitigen, sagte der Leiter der Beschwerdestelle in Hannover, Walter Jacobi. So hätten zum Start der Gleiserneuerungen auf der Strecke Hannover-Bremen Anfang des Jahres einige Pendlerzüge vorübergehend aus dem Fahrplan genommen werden müssen. „Wir können gar nicht mehr mitfahren, das sind unhaltbare Zustände“, hätten Pendler geklagt, die in einen später fahrenden überfüllten Zug wechseln mussten. Schnell habe die Bahn die betroffenen Züge um einen Waggon verstärken können. Da habe es im Anschluss auch positive Rückmeldungen von Reisenden gegeben, so der Beschwerdestellenleiter.
