HANNOVER/WESER-EMS - Von Klaus-Peter Jordan

und unseren Agenturen

HANNOVER/WESER-EMS - Das Weser-Ems-Gebiet hatte in den Jahren 1999 bis 2003 eine überdurchschnittlich gute wirtschaftliche Entwicklung zu verzeichnen. Das geht aus einer Analyse hervor, die das Land Niedersachsen in Auftrag gegeben hat. So stieg das Bruttoinlandsprodukt in Weser-Ems um 11,1 Prozent, während es in ganz Niedersachsen nur einen Zuwachs um 7,6 Prozent gab.

Besonders dynamisch war die Entwicklung in den Kreisen Cloppenburg (plus 27 Prozent), Vechta (plus 24 Prozent), Ammerland (plus 22 Prozent) und Leer (plus 16 Prozent). Ausschlaggebend hierfür war das produzierende Gewerbe. Negativ war die Entwicklung in den Regionen Delmenhorst und Emden mit minus ein bis minus acht Prozent.

Bei der Beschäftigungsentwicklung ragten neben Wolfsburg (plus 17 Prozent) die Kreise Vechta (plus zehn Prozent) und Cloppenburg (plus sieben Prozent) heraus. Wachstumsträger waren das Ernährungsgewerbe, die Logistik sowie die Gummi- und die Kunststoffverarbeitung Leichte Zuwächse in der Beschäftigung verzeichneten noch die Kreise Emsland und Ammerland sowie die Stadt Oldenburg.

Im vergangenen Jahr ist die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern unterdurchschnittlich verlaufen. Wie der Präsident des Statistischen Landesamts, Karl-Ludwig Strelen, gestern in Hannover mitteilte, lag das Wirtschaftswachstum in Niedersachsen bei 1,2 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen blieb konstant. Bundesweit hingegen wuchs die Wirtschaft im Vorjahr um 1,6 Prozent, die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 0,3 Prozent leicht an.


Eine positive Entwicklung hingegen sei in Niedersachsen bei den öffentlichen Finanzen festzustellen. Die Steuereinnahmen hätten sich „deutlich erholt“, die Ausgaben seien, bedingt durch die Sparpolitik der Landesregierung, zurückgegangen, so Strelen. Die Sparpolitik gehe allerdings auch zu Lasten von Investitionen, so dass sich die Wachstumsschwäche in Niedersachsen auch 2005 fortgesetzt habe.

Anlass zur Hoffnung gäben jedoch einige „Zukunftsindikatoren“: So sei u.a. ein starker Zuwachs bei den Gewerbeanmeldungen und der Zahl der Selbstständigen zu verzeichnen. Während die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss stark zurück ging, erhöhte sich die Quote der Abiturienten. Die Erwerbstätigen seien immer besser qualifiziert, so Strelen.