Hannover/Wiesbaden - Die Zahl der in Niedersachsen lebenden Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit ist im vergangenen Jahr um knapp 32 000 auf fast 777 000 gestiegen. Das entspricht nach Angaben des Statistischen Bundesamts einem Anteil von 8,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung Niedersachsens. Im Vorjahr lag der Anteil bei 8,5 Prozent. Insgesamt leben rund 10,6 Millionen Ausländer in Deutschland.

Die in Relation meisten Ausländer leben in Berlin (17 Prozent) und Bremen (16,8), die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern (4), Brandenburg (4,1) und Thüringen (4,2). Im Vergleich zu 2016 erhöhte sich der Ausländeranteil bundesweit um 5,8 Prozent. Damit habe sich das Wachstum der ausländischen Bevölkerung auf dem Niveau von 2013 vor Beginn der Flüchtlingskrise befunden, teilte das Bundesamt in Wiesbaden mit. Vor fünf Jahren hatten in Deutschland rund 7,2 Millionen und in Niedersachsen etwa 492 000 Ausländer gelebt.

Als Hauptgrund für die steigende Zahl gibt die Bundesbehörde die Zuwanderung aus der Europäischen Union an. Dabei kamen die meisten aus Staaten wie Polen, Rumänien und Bulgarien. Die Zuwanderung aus Staaten außerhalb der EU nahm im vergangenen Jahr ab. Aus diesen sogenannten Drittstaaten wurden 163 000 Personen neu registriert, nachdem es 2016 noch 665 000 waren. Aus Syrien, dem Irak und Afghanistan kamen weniger Menschen nach Deutschland.