HANNOVER - Sie sind entschlossen, für ihre Jobs zu kämpfen, sie wollen arbeiten. Dafür treten sie jetzt sogar in den Hungerstreik: Vier Leiharbeiter von VW Nutzfahrzeuge in Hannover haben ein Zelt auf dem Parkplatz vor dem Werkstor 3 des Unternehmens aufgebaut. Ihre Verträge laufen zum 31. März aus und wurden nicht verlängert. „Wir bleiben hier, bis man auf unsere Forderungen eingeht“, sagt Oguzhan Batur. Seine beiden Kollegen Tufan Cicek und Isa Güner nicken zustimmend.

Seit rund zwei Jahren arbeiten die Männer in der Montage des Unternehmens. „Wir haben unsere Kraft investiert, auch am Sonnabend gearbeitet, Krankheitstage hat sich keiner erlaubt“, schildert Batur.

Immer mit der Hoffnung, übernommen zu werden. Doch die Verträge von rund 900 Leiharbeitern bei VW Nutzfahrzeuge sollen nicht verlängert werden, hatte Vorstandschef Stephan Schaller am Mittwoch mitgeteilt.

Nun fordern die Betroffenen eine Weiterbeschäftigung oder für 18 Monate in Kurzarbeit gehen zu können. Bis zum Montag wollen sich voraussichtlich weitere Kollegen den Streikenden anschließen. „Die Sache ist uns ernst“, betonen die Männer, sie hätten doch Familie.