HANNOVER - Für eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Niederlanden hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) plädiert. Die erfolgreichen Investitionen von Unternehmern in der Grenzregion würden von Berlin und Den Haag aus noch zu wenig unterstützt, sagte Wulff am Freitag bei einem Empfang der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Hannover. „Da findet eine Vernetzung statt zwischen Niedersachsen und den Niederlanden, die große Chancen bietet.“ Beide Länder müssten sich gemeinsam für eine Verbesserung der Auto- und Eisenbahnverbindungen einsetzen.

Eine Verlängerung der geplanten Küstenautobahn in Niedersachsen Richtung Niederlande könne nur gelingen, wenn beide Länder an einem Strang zögen, sagte Wulff. Bessere Verbindungen forderte er für die Bahnstrecke Groningen-Oldenburg-Bremen sowie von Amsterdam über Osnabrück und Hannover nach Berlin. Dass hier an der Grenze nach wie vor die Lokomotiven ausgetauscht werden müssten, bezeichnete Wulff als „nicht mehr zeitgemäß im 21. Jahrhundert“.