HANNOVER/WOLFENBüTTEL - In das umstrittene Atommüll-Lager Asse bei Wolfenbüttel läuft nach Angaben von Atomgegnern radioaktive Lauge. Der Betreiber habe erstmals zugegeben, dass in 750 Meter Tiefe, in der große Mengen Atommüll lagern, mit Cäsium-137 radioaktiv belastete Flüssigkeit nachgewiesen worden sei, hieß es am Dienstag in Hannover. Die Konzentration sei gering, die Ursache unklar. Da Cäsium-137 in der Natur nicht vorkomme, sei der Stoff „zweifelsfrei der technischen Kernspaltung zuzuordnen“, sagte Udo Dettmann vom Asse-II-Koordinationskreis. „Dadurch wird niemand gefährdet“, sagte Heinz-Jörg Haury vom Helmholtz-Zentrum in München, das die Anlage betreibt.