HANNOVER/WOLTERSDORF -

Von den Tätern fehlt jede Spur. Der nächste Castor-Transport wird stärker geschützt.

HANNOVER/WOLTERSDORF/SE/DPA - Nach dem Brandanschlag auf leer stehende Wohncontainer für Polizisten im Vorfeld des nächsten Castor- Transports nach Gorleben hat das LKA eine Sonderkommission gebildet.

Es handle sich um ein „schwer wiegendes Delikt“, eine politisch motivierte Straftat könne nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Donnerstag in Hannover. Von den Tätern fehlt weiter jede Spur. Bei dem Brandanschlag am Mittwoch in Woltersdorf (Kreis Lüchow-Dannenberg) waren rund 600 von 1000 Schlafplätzen für Polizisten zerstört worden.

Nach dem Anschlag auf das Containerdorf soll der nächste Castor-Transport stärker geschützt werden. Nach Informationen dieser Zeitung gibt es Pläne, mehr als 10 000 Polizisten wie im vergangenen Jahr einzusetzen. Die Lageeinschätzung sei aber nicht abgeschlossen, hieß es. Das Innenministerium nannte die Zahl von 2000 Polizisten zusätzlich reine Spekulation.