Altenoythe - Hans Hanneken kam, sah und siegte. Mit dem Gongschlag zur Eröffnung des Königsschießens betrat Hanneken den Schießstand des Altenoyther Schützenvereins, fest entschlossen, die Königswürde zu erringen. Als er vier Minuten später den Schießstand verließ, stand mit 20 Ringen die höchst mögliche Ringzahl zu Buche. Die Konkurrenz war geschockt. 24 weitere Bewerber um die Königswürde versuchten zwar, ein Stechen zu erzwingen, doch keiner konnte es ihm gleichtun. Fünf Schützen hatten mit 19 Ringen Tuchfühlung, aber gefährden konnten sie Hanneken nicht. Sie durften nur noch um das Amt des Vizekönigs stechen. Diesen Titel sicherte sich Matthias Lammers nach zweimaligem Stechen.

Nach Ende des Schießens ließ sich der designierte König beim Schützenvolk entschuldigen, wichtige Amtsgeschäfte erforderten seine Präsenz auf der Waterhörn, hieß es. Hier sammelte der neue König seine „Kohorten“ und präsentierte sich wenig später mit seiner Königin und einem großen Throngefolge den Schützen, bereit zur Inthronisation.

„Wer in Altenoythe bei der stets hohen Bewerberzahl König werden will, braucht ein sicheres Auge und eine ruhige Hand. Mit 20 Ringen zeigte unser neuer König absolute Nervenstärke und demonstrierte damit Führungsqualität, wie sie ein König haben sollte“, sagte der Vorsitzende des Schützenvereins, Hans Schnarhelt, bei der Krönungszeremonie. „Wir Altenoyther Schützen können stolz auf einen so treffsicheren Regenten sein, und es ist immer wieder schön zu erleben, mit wie viel Engagement in Altenoythe um die Königswürde gekämpft wird. Die Begeisterung für das Königsamt zeigt, dass der König etwas im Ort gilt, er wird von der ganzen Bevölkerung getragen und von Alt und Jung gleichermaßen gefeiert.“ Der Vorsitzende zeigte sich sicher, dass das Schützenfest vom 29. Juni bis 1. Juli unter der Regentschaft von Hans Hanneken ein „hervorragendes Fest“ werden wird.

Unter dem Jubel der Schützen, insbesondere der Schützen des III. Zuges, dessen Zugführer Hanneken ist, inthronisierte er den neuen König. Der stellvertretende Vorsitzende Bernd Willer schmückte den neuen Regenten mit den Insignien der Macht, der Königskette, der goldenen Königsschnur, den goldenen Schulterklappen sowie den Königsorden. Als Königin hatte sich der Monarch Ehefrau Maria erwählt und ließ sie vom Vorsitzenden als Maria die Charmante mit dem Diadem schmücken.

Dem neuen Königspaar des Altenoyther Schützenreiches stehen Gerd Stratmann und Arnold Schulte als Adjutanten zur Seite. Zudem gehört die gesamte Nachbarschaft zum Throngefolge und unterstützt das Monarchenpaar bei allen Amtsgeschäften. „In Altenoythe König sein zu dürfen, ist etwas ganz besonders Schönes. Königin Maria und ich sind glücklich, dem Altenoyther Schützenreich vorstehen zu dürfen und freuen uns über den großen Jubel sowie der hervorragende Stimmung, mit der wir empfangen wurden. Dafür danken wir von Herzen“, so die erste Erklärung des Königs, der sich besonders bei den Nachbarn für die „spontane Hilfsbereitschaft“ bedankte.

Neben dem auf dem KK-Stand durchgeführten Königsschießen wurde gleichzeitig auf dem Luftgewehrstand das Kaiserwanderpokalschießen der ehemaligen Könige ausgetragen. Daniel Timmermann, der zum 100-jährigen Bestehen vor drei Jahren über die Altenoyther Schützen regierte, sicherte sich den Wanderpokal für ein Jahr.