HARKEBRüGGE - Gemeinde und Anlieger beraten über den Straßenausbau in Harkebrügge. Eine Einigung ist noch nicht in Sicht.
Von Hans Passmann
HARKEBRÜGGE - Zu einer Informationsveranstaltung hatte die Gemeinde Barßel jetzt die Anlieger der Straßen Am Karlsberg und Kettelerstraße ins Pfarrheim St. Marien geladen. Beide Straßen sollen noch in diesem Jahr ausgebaut werden. Doch die Anlieger wehren sich gegen die Pläne (die NWZ berichtete). Ziel der Versammlung sollte eine Einigung sein.Den technischen Ausbau erläuterte daher zunächst ein Ingenieurbüro. Auch der Leiter des Bauamtes der Gemeinde Barßel, Josef Baumann, war ins Pfarrheim gekommen, um über die Baukosten zu sprechen. Mit im Gepäck hatte er eine für die Anlieger erfreuliche Nachricht: Die Submission habe niedrigere Baukosten ergeben, als zunächst bei der Kalkulation angenommen. Daher werden auf die Anlieger der Straße Am Karlsberg nun nur rund 160 000 Euro umgelegt und auf die Anwohner der Kettelerstraße rund 220 000 Euro. Das entspricht für Am Karlsberg 5,75 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und für die Kettelerstraße 7,96 Euro pro Quadratmeter.
Doch trotz dieser Nachricht fühlten sich die Anlieger von der Gemeinde übergangen: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Ausbau unserer Straße“, sagte Heinrich Block, der Am Karlsberg wohnt. Aber der Ausbau sei ein Schnellschuss der Politiker, obwohl es keinen Anlass gäbe, den Ausbau eilig voranzutreiben. Außerdem seien die angrenzenden Gebiete noch nicht alle bebaut. „Dann wird unsere Straße wieder kaputt gefahren“, warf Martina Gruben-Block ein. Die Anlieger erwarten daher von der Gemeinde weitere Beratungen, um den Ausbau möglichst kostengünstig umzusetzen.
Kontrovers wurde von den Beteiligten auch der Ausbau des Gehweges diskutiert, den viele Anlieger nicht haben wollen. Für die Ratsherren Ludger Block und Bruno Müller war das unverständlich. „Bei der Versammlung der Anlieger Am Karlsberg ist der Ausbau besprochen worden, und alle waren damit einverstanden“, sagte Block. Daher versuchten die Anlieger, per Stimmzettel Klarheit zu schaffen: Sechs Teilnehmer stimmten für den Ausbau im Jahre 2007. Die gleiche Anzahl stimmte gegen den Ausbau, drei sprachen sich für den jetzigen Ausbau aus und vier Anlieger enthielten sich.
