HARKEBRüGGE - Die Experten erwarten eine gute Ernte. Jetzt nahmen Landwirte die Felder um Harkebrügge etwas genauer in Augenschein und informierten sich über Neuerungen.

Von Hans Passmann

HARKEBRÜGGE - Die Wintergerste ist nicht zu schnell gewachsen und steht somit gut im Feld, sagte Dr. Clemens Hackstedt vom Landwirtschaftsamt Cloppenburg beim Feldbegang des Ortslandvolksverbandes Harkebrügge. Es war für das Getreide nicht zu warm. Vielmehr wäre ein wenig mehr Wärme im Mai gut gewesen.

Der Maisanbau litt unter den kühlen Temperaturen und der Nässe, so der Experte aus Cloppenburg. „Doch der Mais kommt noch“, vermutet Hackstedt. Auch die Sommergerste steht gut auf dem Feld, und somit könnte es eine gute Ernte geben.

Auf dem Hof des Vorsitzenden Manfred Oltmanns trafen sich weit mehr als 50 Landwirte, um sich ein Bild von den Feldern zu verschaffen und um neueste Informationen aus berufenem Munde zu hören. So konnte Oltmanns neben Hackstedt auch noch den ehemaligen Landwirtschaftslehrer Ludwig Bohne aus Friesoythe und Franz Kruse von der RGG Oldenburg begrüßen.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wurde auf dem Getreidefeld von Bauer Bernd Werner-Wessels erläutert. Ansonsten sahen sich die Harkebrügger Landwirte auf dem Esch die verschiedensten Früchte an. Dabei schritten die Bauern während der Besichtigung zu Fuß die Felder ab.


„Hier gibt es noch eine Kulturvielfalt“, bilanzierte Ludwig Bohne. Die Flächen könnten gut bewirtschaftet werden. Daher sollten die Harkebrügger ihre Arbeit auf dem Esch so weiter fortführen wie bisher.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde ging es um die neuen EU-Richtlinien. Hier insbesondere um die Rückverfolgbarkeit von Lebens- und Futtermitteln. In Zukunft sind die Landwirt gehalten, eine so genannte „Schlagkartei“ zu führen. Der Landwirt muss seine Produktion offen nachweisen können. „Dabei muss alles überprüfbar und nachvollziehbar sein“, so Hackstedt. Werde kein Nachweis geführt, könne der Landwirt auf Dauer durchaus ernste Probleme bekommen.