Wangerooge - Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat planmäßig den Sandeinbau zur Verstärkung der Harlehörn-Düne auf Wangerooge abgeschlossen. Spülrohre und Baustelleneinrichtung wurden bereits wieder zurückgebaut und abtransportiert.
Insgesamt wurden seit Juni im Auftrag des NLWKN rund 120 000 Kubikmeter Sand zur seeseitigen Verbreiterung der Düne und zur Erhöhung des Strands eingespült. Die Profilierung entlang der rund 800 Meter breiten Einbaustrecke erfolgte mit Planierraupen und Baggern.
Der Sand stammt aus einer Sandbank nahe des Hafens, er wurde von einem Nassbagger entnommen und per Rohrleitung zur Düne transportiert.
„Mit dieser Verstärkung auf eine Gesamtbreite von 40 Metern ist die Sturmflutsicherheit der Düne für die kommende Sturmflutsaison wieder gegeben“, betonte Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney. Ein Durchbruch der Düne würde den Hafen vom Rest der Insel abschneiden.
Als letzte Arbeit steht jetzt noch eine Abdeckung des neuen Sandkörpers mit Heu an: „Das Heu wird in den Sand eingearbeitet und verhindert, dass der Sand durch den Wind abgetragen wird und die Dünen schwächt“, erläuterte NLWKN-Projektleiter Theo van Hoorn. Diese Arbeiten übernimmt der Betriebshof Wangerooge des NLWKN mit eigenem Personal.
Die Kosten der Maßnahmen betrugen ca. eine Million Euro, daran beteiligt sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven mit zehn Prozent, da der nördliche Abschluss der Harlehörn-Düne in Verantwortung des Bundes steht.
Hauptursache für den Handlungsbedarf war die schwere Sturmflut vom 6. Dezember, die knapp drei Meter über dem Mittleren Tidehochwasser auflief und Dünenabbrüche von bis zu 13 Metern Tiefe auf einer Länge von etwa einem Kilometer hinterließ.
Die parallel laufenden Arbeiten am ersten Bauabschnitt zur Verstärkung des Ostgrodendeichs auf Wangerooge dauern nach Auskunft des Landesbetriebs noch bis in den Herbst an.
Der Sturmflutschutz und die Bestandssicherung der Insel Wangerooge wird auf insgesamt 11,3 Kilometern Länge durch Schutzdünen, fast sechs Kilometer lange massive Uferschutzwerke und 23 Buhnen sowie an der Wattseite durch fast sechs Kilometer lange Hauptdeiche sichergestellt.
An der Seeseite trägt der Bund und an der Wattseite – beginnend am Harlehörn – das Land, vertreten durch den NLWKN, die Verantwortung.
