Harpstedt - Drei Themen aus den Bereichen Verkehr und Wirtschaft brennen der FDP in Harpstedt unter den Nägeln. Die Verbesserungsmöglichkeiten diskutierten die Liberalen am Mittwoch in der Harpstedter Wassermühle mit dem Flecken-Bürgermeister Stefan Wacholder (CDU) sowie dem Bundestagskandidaten und FDP-Fraktionsvorsitzenden im niedersächsischen Landtag Christian Dürr. Hinterher ging es zur Ortsbesichtigung.

An der Kreuzung Burgstraße/Lange- bzw. Mullstraße soll eine Ampelanlage installiert werden. Dort sei es in letzter Zeit zu drei größeren Unfällen gekommen, berichtete Ratsmitglied Horst Bokelmann (parteilos). Eine Tempo-30-Zone sei bereits eingerichtet, doch die löse das Problem der eingeschränkten Sicht durch Busse oder LKW bei Linksabbiegern nicht. In den Ferien soll der Verkehr gezählt werden, um eine Argumentationsgrundlage für eine Vollampel zu schaffen.

Die Lange Straße werde bei Stau auf der Autobahn 1 häufig genutzt. Darum schlug Christian Dürr eine „intelligente Ampelanlage“ vor, die über Monitoring im Staufall auf längere Zeiten geschaltet werden könne.

Beim Bau eines Kreisels Am großen Wege/Am Schützenplatz tauchen ebenfalls einige Probleme auf. Auch die Gewerbegebiete seien ein heiß diskutiertes Thema. „Fakt ist, unser Gewerbegebiet ist voll“, schilderte Stefan Wacholder. Eine Erweiterungsmöglichkeit bestünde nur an der Wildeshauser Straße.

Es habe bereits Anfragen für Gewerbeflächen gegeben, berichtete Bürgermeister Wacholder. Die Unternehmen hätten jedoch keine zwei Jahre auf eine Fläche warten wollen und sich in den Nachbargemeinden Alternativen gesucht. „Wirtschaftlich erfolgreiche Kommunen halten Gebiete vor“, sagte Dürr. Er riet dazu, auch geduldig zu sein, wenn die Flächen nicht sofort gebraucht würden.


Einen Wiedereinzug seiner Partei in den Bundestag hält Christian Dürr für möglich: „Die Chancen sind gut, aber wir bleiben auf dem Teppich“, sagte er.