HARPSTEDT - Der Maschinenring Harpstedt vermittelte im vergangenen Jahr Leistungen im Wert von rund 78 600 Euro. Der größte Umsatz entfiel mit 35 400 Euro auf den Bereich Getreide und Strohbergung. An zweiter Stelle folgte der Arbeitsbereich Düngung und Feldbestellung mit knapp 14 800 Euro. Diese Zahlen, die fast identisch mit dem vorangegangenen Berichtsjahr sind, präsentierte am Donnerstag auf der Jahreshauptversammlung in den
Koems-Saalstuben Geschäftsführer Rolf Breitenbach.
Die Mitgliederzahl ging im Vorjahr durch zwei Abgänge wegen Betriebsaufgabe bei einem Neuzugang auf 120 zurück. Nach Einschätzung des Vorsitzenden Jörg Vallan könnte die Mitgliederzahl wegen der schlechten Lage bei Ferkelerzeugern und Schweinemästern noch weiter sinken. Damit der Umsatz beim Maschinenring gehalten oder gar gesteigert werden kann, forderte Vallan die Mitglieder auf, die Dienstleistungen des Maschinenrings zu nutzen.
Der Maschienring bzw. der dahinter stehende Agro-Dienst mit Sitz in Huntlosen benötige, so Breitenbach, dringend zusätzliche Betriebshelfer. „Wir sind auch bereit, hauptberuflich einen Betriebshelfer einzustellen“, erklärte er. Auch Zivildienstleistende seien sehr willkommen.
Bei den turnusgemäß anstehenden Vorstandswahlen wurde Gerhard Gaumann einstimmig im Amt bestätigt. Neben Vallan und Gaumann gehören Carsten Wittenberg, Ralf Volkmer und Sandra Gödecke zum geschäftsführenden Vorstand.
Als Gast nahm Dr. Albert Horstmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen an der Versammlung teil. Er referierte im Anschluss an den offiziellen Teil zum Thema „Märkte: Wie werden sie sich in diesem Jahr entwickeln?“. Er begann mit der Feststellung, dass die Phase der Interventionen und EU-Zuschüsse zu Ende gehe. Die Landwirte müssten die Preise künftig ausschließlich am Markt erzielen. Dass die Preise für Schweinefleisch derzeit so schlecht seien, liege an der zu großen Produktionsmenge. Mit der Rekordzahl von 53,3 Millionen Schlachtschweinen sei die Erzeugung größer als der inländische Verbrauch. Grundsätzlich profitiere die Landwirtschaft von der Osterweiterung der EU. „In Osteuropa haben die Menschen einen Nachholbedarf im Verzehr an Schweinefleisch. Und die Zukunft der Fleischmärkte liegt in Asien."
