HARPSTEDT - Die „Waldfüchse“ und die „Wühlmäuse“ tummelten sich am Freitag ausnahmsweise zusammen im Harpstedter BUND-Waldkindergarten im „Amtsacker“. Ausnahmsweise wurden auch die Eltern nach dem Begrüßungskreis nicht wieder verabschiedet und ausnahmsweise waren auch viele andere Gäste auf der Lichtung zu begrüßen. Anlass für all diese Ausnahmen war die offizielle Inbetriebnahme des neuen Waldwagens.

Nötig wurde die Anschaffung, weil seit August 2007 statt einer Nachmittagsgruppe zusätzlich zur Vormittagsgruppe „Wühlmäuse“ eine zweite Gruppe am Vormittag eingerichtet wurde, die „Waldfüchse“, die ihren eigenen Waldwagen benötigte. „Für die Nachmittagsgruppe war die Nachfrage zu gering, für eine zweite Vormittagsgruppe war sie aber riesig, daher haben wir uns entschlossen, eine zweite Vormittagsgruppe einzurichten. Trotzdem haben wir noch immer lange Wartelisten“, erklärte Nadine de Boer, Leiterin der Gruppe „Waldfüchse“.

Bei dem Waldwagen handelt es sich aber keineswegs um ein Neufahrzeug sondern um einen alten Bauwagen aus der ehemaligen DDR. Er war gespendet worden von einer Maschinenbaufirma aus Hagenow und mit der Hilfe der Eltern und vieler Spender entkernt und in Stand gesetzt worden. Aus diesem Grund nutzten Berrie van den Wittenboer-Beier, Leiterin des Waldkindergartens, und Dr. Wulf Carius vom BUND, den vielen fleißigen Helfern und großzügigen Spendern zu danken.

Dieser Dank galt auch der Samtgemeinde Harpstedt, vertreten durch Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, und der Revierförsterei Harpstedt, die vertreten wurde von Eberhardt Guba. Zur Feier des Tages gab es ein Büfett und ein kleines Feuerwerk. Außerdem trugen die Kinder ein Gedicht vor und sangen ihr Frühstückslied.

Der Waldwagen wird hauptsächlich als Materiallager genutzt, dient aber auch als Aufwärmmöglichkeit oder Unterschlupf im Notfall bei besonders schlechtem Wetter. „In der Regel sind die Kinder aber bei jedem Wind und Wetter draußen“, erklärte de Boer.