HARPSTEDT - Fast komplett umgekrempelt wurde am Dienstagabend der Vorstand des Kunst- und Kulturvereins Harpstedt (KUK). Bis auf den des Vorsitzenden wurden auf der Mitgliederversammlung im Hotel „zur Wasserburg“ alle Posten neu besetzt. Gründe für das Ende ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit nach nur zwei Jahren Vereinsbestehen wurden in keinem Fall genannt. Auf Nachfrage der NWZ erklärte der bisherige 2. Vorsitzende und Mitbegründer des KUK, Jens Fröhlke, am Rande der Sitzung: „Ich hatte schon bei der Vereinsgründung gesagt, dass ich den Verein nur mit anschieben will und mich dann aus dem Vorstand zurückziehen werde.“ Fröhlkes Platz nimmt jetzt Christina Lambertz ein.

Ebenfalls nicht zur Wiederwahl stellte sich Kassenwartin Ilse zur Hellen. Als Nachfolgerin wurde Anne Rosik in Abwesenheit gewählt. Von der Beisitzerin zur Schriftführerin rückte Wibke Strodthoff auf. Sie löst damit Andrea Boockhoop ab. Das frei gewordene Amt des Beisitzers füllt künftig Wolfgang Kinzel aus. Als einziger wiedergewählt wurde Vorsitzender Götz Rohde, der eigentlich turnusgemäß gar nicht zur Wahl stand. Um jedoch den Vorstand künftig alle Jahre komplett wählen zu können, stellte Rohde an diesem Abend seinen Posten zur Verfügung. Nicht damit gerechnet hatte die Versammlung, dass Mitglied Hans-Jürgen Petzold in Rohdes Fall geheime Wahl beantragen würde. Am Ende entschieden 21 der 22 anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder für Rohde. Dem stand ein Nein gegenüber.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stimmte die Versammlung einer Satzungsänderung zu. Zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit beim Amtsgericht Delmenhorst hatten die Ziele des Vereins noch konkreter formuliert werden müssen. Ein entsprechender Absatz wird nun in die Satzung eingefügt.

Abgeschmettert wurde dagegen der Vorschlag des Vorstandes, die Einladung zur Hauptversammlung künftig nur noch in der Zeitung über die Amtlichen Bekanntmachungen kund zu tun, um so Kosten zu sparen. Die Mitglieder bevorzugten jedoch die persönliche Einladung per Brief. „Bei 38 zahlenden Mitgliedern ist das sogar günstiger“, meinte Claudia Sanner, die die Kosten für Amtliche Bekanntmachungen kannte.

Ungewöhnlich knapp fiel der Jahresbericht des Vorsitzenden aus, der von den zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres lediglich die Teilnahme an der Gewerbeschau und das Mediterrane Fest am 10. September erwähnte, das trotz des schlechten Wetters eine gelungene Veranstaltung gewesen sei.