HARPSTEDT - Sie heißen „Käptain Blaubärs Milchmix“ oder „Baron Münchhausens Kanonenkugeln“ und sollen einen geschmacklichen Volltreffer landen bei den lieben Kleinen: Bei ihrer Aktion „Kochen mit Kindern“ setzen die Landfrauen in diesem Jahr auf Leckereien aus Milchprodukten mit fantasievollen Namen. Idee dahinter: Die Kinder sollen regionale Lebensmittel kennen lernen und die Freude an der Zubereitung gesunden Essens entdecken. „99 Prozent der Kinder probieren auch wirklich alles“, ist die Erfahrung von Anke Rüdebusch vom Landfrauenverein Harpstedt-Heiligenrode, die am Mittwoch gemeinsam mit Jutta Döpcke die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3d der Grundschule Harpstedt ans Kochen heranführte. Unterstützt von einigen Müttern, machten sich die Kinder in Gruppen ans Schälen, Schnippeln, Rühren – und anschließend gemeinsam ans Schmausen.
„Milch macht Kinder munter“, lautet diesmal das Motto des Kochens „mit Kindern“, das die Landfrauen seit fünf Jahren in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer anbieten. Die ganze Vielfalt der Milch lernten die Drittklässler am Mittwoch in der Küche der Delmeschule kennen: Da lag der Duft von frisch gebackenen Quarkölteigbrötchen (den „Kanonenkugeln“) in der Luft, da dampfte „Kullerkäsecremesuppe“ auf dem Herd, und gleich daneben rührten Jonas (9) und Javon (10) emsig im „Milchreis für Minimäuse“. Warum es so gesund ist, mit Milch zu kochen, wussten die Steppkes zu dem Zeitpunkt längst: Vorausgegangen war ein kurzer Theorieunterricht mit Wissenswertem rund um die Milch. Vorgestellt wurden Produkte aus Milch, ihre Inhaltsstoffe oder der Weg vom Stall zur Molkerei. Dass sie gut aufgepasst hatten, konnten die Kinder später in Kochpausen bei einem Milch-Quiz beweisen. Auch verschiedene Milchsorten galt es am Geschmack zu erkennen: Voll-, Butter-, Ziegen-, Soja- und
H-Milch. „Gar nicht so leicht“, fand da mancher.
Neben dem Kochen der Leckereien gehörten auch das Abwaschen und Aufräumen zum Vormittag, wie Rüdebusch betonte. Alles Aufgaben, mit denen nicht alle Kinder vertraut waren: „Man merkt, wer zu Hause schon was macht.“ Für die Kleinen wichtige Erfahrungen, befand Klassenlehrerin Karin Schmalstieg: „Es geht auch um Zutrauen: ob Eltern ihre Kinder an den Schrank lassen.“ Was für Erwachsene Basisdinge seien, müssten sie lernen.
Sind die Kinder beim Kochen mit den Landfrauen so richtig auf den Geschmack gekommen, können sie daheim weitermachen anhand eines Rezeptheftes mit „Milchrezepten für kleine Profiköche“, das sie geschenkt bekamen.
