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JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Waldbesitzer profitieren von Werk in Stendal

HARPSTEDT/OCHTMANNIEN - Die Mitgliederzahlen des Forstverbandes sind im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das hatte marginale Auswirkungen auf die Gesamt-Hektarfläche des Verbandsgebietes.

Von Frank Jacob

HARPSTEDT/OCHTMANNIEN - Seit 1978 ist der Forstverband Grafschaft Hoya, dem auch zahlreiche Privatwaldbesitzer aus der Samtgemeinde Harpstedt angehören, von den Forstämtern Nienburg und Oldenburg betreut worden. Im Zuge der Fusion der Landwirtschaftskammern Weser-Ems und Hannover im nächsten Jahr und der Auflösung des Forstamtes Nienburg zu Beginn dieses Jahres ist jetzt allein das Forstamt Oldenburg für das Verbandsgebiet zuständig. Das berichtete Gert Weidenhöfer, Vorsitzender des Forstverbandes, gestern Nachmittag auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Puvogel in Ochtmannien (Kreis Diepholz).

„Ich empfinde das als ein positives Zeichen“, sagte Weidenhöfer.

Von der Belebung des Industrieholzsektors durch die Eröffnung eines Zellstoffwerkes in Stendal im vergangenen Oktober profitiert auch die Forstbetriebsgemeinschaft, informierte der Vorsitzende die Mitglieder weiter. Aus dem Verbandsgebiet wurden im vergangenen Jahr 55 Bahnwaggons mit insgesamt 5500 Raummetern Holz von Harpstedt aus nach Stendal gebracht. Dieser Aufschwung wirkte sich gleichzeitig auf den Einschlag im Verbandsgebiet aus, der von 11 000 Festmetern (2002) auf rund 17 600 Festmeter anstieg. Gleichwohl ist das Verbandsgebiet nach den Worten Weidenhöfers vom Sturm 1972 besonders gebeutelt, da der Holzvorrat noch immer nicht nachgewachsen ist.

Ferner ging der Verbandsvorsitzende auf den Waldschadensbericht ein. Bis 2003 hatte sich der Zustand des Waldes verbessert, im vergangenen Jahr verschlechterte sich die Situation hingegen. Weidenhöfer wies darauf hin, dass 2002 und 2003 extreme Jahre hinsichtlich der Witterung gewesen seien. Dadurch gingen die Belaubung und Benadelung zurück. Allerdings war Niedersachsen nicht so stark betroffen wie andere Gebiete.


Aus dem Vorstand wurden Heinrich Wöhler (Harpstedt) und Werner von Behr (Hoya) von der Versammlung einstimmig wiedergewählt.

Mitgliederzahl

Die Zahl

der Mitglieder im Forstverband Grafschaft Hoya ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen von 963 auf 953. Wie der Geschäftsführer des Verbands, Heinz Brinkmann, auf der Jahreshauptversammlung mitteilte, schrumpfte gleichzeitig die Gesamt-Hektarfläche des Verbandsgebietes von 6825,31 auf 6816,36 Hektar. Die finanzielle Situation des Verbandes hat sich nach der Misere in 2002 (damals musste ein Fehlbetrag von 19 500 Euro hingenommen werden) wieder normalisiert. Nach einem Überschuss von gut 12 000 Euro (2003) verzeichnete der Verband im vergangenen Jahr Mehreinnahmen von 7728 Euro.
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