HARPSTEDT - Für die Ozeanbrücke sind Bongossipfähle geplant. Die Überwegung über die Delme soll verbreitert sein.
Von Astrid Kretzer
HARPSTEDT - „Sie sieht weitgehend aus wie vorher.“ Bauingenieur Holger Nuske vom Fachbereich Bau und Planung der Samtgemeindeverwaltung machte am Donnerstag im Harpstedter Bau- und Wegeausschuss klar, dass sich an der Grundansicht der Ozeanbrücke nach der geplanten Sanierung eher wenig ändert. Wohl aber am Material: Der Ausschuss plädierte bei einer Enthaltung für die Wiederherstellung mit einem „Mix“ aus langlebigen Bongossipfählen für die Gründung bzw. Eiche und Akazie beim Überbau – die bisherige Konstruktion ist aus Eiche und Lärche mit Eichenpfählen. Dem Holz haben Zahn der Zeit und Feuchtigkeit zugesetzt: Teils habe der Bauhof mit Notreparaturen eingegriffen, „sonst hätten wir längst Ketten davor hängen müssen“, verdeutlichte Bauamtsleiter Harro Hartmann den Sanierungsbedarf.Eine weitere Veränderung an der Ozeanbrücke soll es auf Bitte des Behindertenbeirats geben: In der gut 180 Meter langen Holzkonstruktion sind zwei Begegnungsflächen vorgesehen, bei denen auf 2,50 Meter Länge die Stegbreite von 1,50 Meter um einen halben Meter erweitert ist. Bianca Harries vom Behindertenbeirat zeigte sich damit zufrieden – zumal im Bereich der eigentlichen Brücke über die Delme nach dem Ausschusswillen noch eine dritte Begegnungsmöglichkeit für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, Radler und Fußgänger geschaffen werden soll: Hier griff der Wegeausschuss den Vorschlag von Elke Wachendorf (SPD) auf, diese Brücke zwei Meter breit zu konzipieren: „Da kann man auch mal stehen bleiben, ohne den anderen Verkehr zu behindern.“
Auf ein positives Echo stießen in der Runde auch konstruktive Anregungen von Revierförster Eberhard Guba, der etwa eine minimale Querneigung der Brücke für bessere Austrocknung sowie eine Segmentbauweise vorschlug: Werde in Teilstücken gebaut und diese aneinander gesetzt, könnten sie später auch einzeln ausgetauscht werden. Denn: „Es wird immer wieder Unterhaltungen geben.“
Die Kosten für die Sanierung der Ozeanbrücke werden bei der gewünschten Ausbauart mit rund 226 700 Euro kalkuliert. 97 500 Euro sind – wie berichtet – als Unterstützung aus EU-Fördertöpfen zugesagt, den Rest hat der Flecken zu tragen. Hermann Bokelmann (SPD) wollte der Kostenrahmen nicht schmecken. Er enthielt sich: Ihm wäre als günstigere Variante eine neue Wegtrasse durch die Wiesen „am liebsten“ gewesen – dem stehe aber der FFH-Schutzstatus des Gebiets entgegen.
