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Schiebenscheeten Nachwuchs steht in Startlöchern

Astrid Kretzer

HARPSTEDT - Der Festablauf ist festgezurrt, auf dem Schützenplatz läuft der Aufbau, die Trommler sind instruiert, an welchen Türen ehemaliger Könige, Offiziere, Ratsmitglieder und verdienter Bürger sie am Pfingstmontag mit ihrem Trommelschlag zum Traditionsfest einladen sollen: Noch vier Tage, dann beginnt das „Schiebenscheeten 2011“ im Flecken – und zwar wie gewohnt mit dem Kinderschützenfest am zweiten Pfingsttag.

Einmal mehr verwandelt sich das Außengelände neben der Schießhalle auf dem Koems von 15 bis 17 Uhr in einen Spielepark, der diesmal angesichts wachsenden Zuspruchs sogar noch um einige Spielstationen „mitwächst“: Annähernd 20 Angebote haben Annelen Voß und ihr gut 40-köpfiges Helferteam vorbereitet, damit kein Kind allzu lange warten muss, ehe es aktiv werden kann. „Aber viel mehr gibt der Platz nicht her“, sieht Voß Grenzen erreicht. Der Spielbetrieb kommt an: Gut 350 Mädchen und Jungen machten im Vorjahr mit, das Gros – rund 280 Kinder – war zuvor mit ausmarschiert. Und für Teilnehmer des Umzugs gilt auch in diesem Jahr wieder: Wer mitmarschiert, kann mit seinem Schützenfestbutton kostenlos an den Spielen und ei-ner Verlosung (von Freibadjahreskarte oder „Sportpaket“) teilnehmen; ansonsten ist für die Spielteilnahme ein kleiner Obolus zu entrichten. Es wird viel geboten: von „Pullriding“ und Hüpfburg über Airbrush Tattoos und Spiele wie Leitergolf, Schatzsuche oder Holzlabyrinthspiel bis zum erstmals angebotenen Hau-den-Lukas.

Das Kinderschützenfest beginnt für die Kinder und Jugendlichen des Kinderkönigsrotts (III.) sowie für Offiziere, Magistrat und Prager am Mittag um 13 Uhr mit dem Antreten bei Korporal Werner Thomas an der Lindenstraße, um Kinderkönigin Rike Hannekum am Moorlandsweg abzuholen. Derweil sammeln sich ab 13.45 Uhr Kinder, Jugendliche und Bürgerschützen der übrigen Rotts auf dem Marktplatz. Jungen können hier Holzgewehre erstehen, Mädchen Haarkränze. Nachdem auch die Kinderkönigin samt „Gefolge“ den Marktplatz erreicht hat, setzt sich der Festmarsch in Richtung Schützenplatz in Bewegung. Wie gewohnt mit kurzem Halt mit Ansprache und süßer Stärkung am Papagoyenbrink.

Auf dem Festplatz beginnen dann um 15 Uhr parallel zum Spielbetrieb die Schießwettbewerbe um die Kinderkönigswürde sowie den Rottpokal der Bürgerschützen; im Koems-Saal werden Kaffee und Kuchen angeboten. Auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Neben einem Platzkonzert der Prager (16 Uhr) wird erstmals Bläsernachwuchs mehrerer Ensem-bles sein Können zeigen: beim Konzert des Kinderblasorchesters der Kreismusikschule des Landkreises ab 15.15 Uhr.

Mit der Krönung des neuen Kinderkönigs gegen 17 Uhr erreicht das Kinderschützenfest dann seinen Höhepunkt. Im Anschluss sorgt DJ Tommy für fetzige Musik bei einer Disco auf dem Festplatz.


Kräftig weitergefeiert werden darf am Abend im Koems-Saal zu Livemusik der Band „Wake up“. Den rhythmischen Startschuss in den Ball geben die Trommler mit dem gewohnten Einmarsch in den Saal. Unmittelbar zuvor wartet ein weiterer Höhepunkt: der am Nachmittag ausgeschossene Rottpokal wird gegen 20.15 Uhr an die siegreiche Mannschaft verliehen.

Die Schießwettbewerbe

beim Kinderschützenfest am Pfingstmontag laufen ab 15 Uhr in der Schießhalle. Das Umschießen soll um 16.30 Uhr beginnen.

Um die Kinderkönigswürde

schießen Zehn- bis 15-Jährige mit dem Lichtpunktgewehr. Ebenfalls mit Lichtpunktgewehren läuft der Wettbewerb der Acht- bis 15-Jährigen um die Jahrgangsbestenpokale, wobei je zwei Jahrgänge um eine Trophäe wetteifern (8/9, 10/11, 12/13, 14/ 15 Jahre). Neu ist, dass Mädchen und Jungen, die um die Kin-derkönigswürde ringen, nicht zugleich Jahrgangsbeste werden können. Die Wettbewerbsteilnehmer müssen sich hier festlegen.

Um allen

unabhängig von Kostenfragen eine Teilnahme am Kinderkönigsschießen zu erleichtern, winkt der neuen Majestät bzw. den Eltern ein 100-Euro-Getränkegutschein.

Die 16- bis 17-Jährigen

können im Luftgewehrstand um den Jugendpokal schießen. Altersstichtag ist jeweils der Pfingstmontag des Jahres.

Beim Rottpokal,

um den parallel die vier Rotts der Bürgerschützen wetteifern, gibt es in diesem Jahr gleich zwei Neuerungen: im Wettbewerbsablauf wie auch bei der Verleihung. So wird der Pokal nicht mehr bei der Nachfeier am Sonnabend nach Pfingsten an das siegreiche Korporalschaftsteam überreicht, sondern bereits am Abend nach dem Wettbewerb. Bis zur Siegerehrung gegen 20.15 Uhr am Pfingstmontag bleibt das Ergebnis geheim – auch für die Teilnehmer des Schießens. So soll die Spannung aufrecht erhalten bleiben und alle Teams im Rennen gehalten werden.
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