HARPSTEDT - „Die Leute fragen, gucken, lassen sich was erklären und staunen, was es alles neben dem Rettungseinsatz bei den Maltesern noch gibt.“ Nicht nur Rettungssanitäter Karsten Berndt von den Maltesern in Wildeshausen, die ihre Schnelle Einsatzgruppe (SEG) für größere Schadensfälle vorstellten, freute sich über Interesse. Zahlreiche Besucher informierten sich am Sonntag beim „Tag der offenen Tür“ in der Malteser-Rettungswache Harpstedt über die Arbeit der Notfallhelfer. „Die Resonanz ist recht gut“, zeigte sich Dienststellenleiter Sven Strahlendorff zufrieden mit dem Kommen und Gehen beim ersten Aktionstag dieser Art in der Rettungswache, die seit 15 Jahren an der Freistraße ist. Ausdruck des Zuspruchs war auch, dass bereits nachmittags 250 ausgelegte Kugelschreiber vergriffen waren und fürs Erste-Hilfe-Quiz mehrfach Teilnahmezettel nachkopiert werden mussten.
Bei dem Quiz galt es etwa zu beantworten, was im Fall einer Bewusstlosigkeit zu tun ist oder wie oft minütlich ein erwachsenes Herz schlägt. Und wer beweisen wollte, was vom einst erworbenen praktischen Wissen um Sofortmaßnahmen noch da ist, konnte an Puppen Herzdruckmassage und Beatmung versuchen. Sinnvoll sei eine Auffrischung der Erste-Hilfe-Kurse alle zwei, drei Jahre, so Ludger Jüchter, Leiter Ausbildung in Wildeshausen: „Je öfter man so was macht, desto mehr Routine hat man und wagt was.“ Susanne Eissel, die wie Sohn Gregor (10) die Reanimation übte, interessierte sich denn auch nach wenigen Jahren für einen Auffrischungslehrgang und befand: „Solche Tage wie heute sind wichtig.“
Nicht nur über das Ausbildungsangebot und den Rettungsdienst der Harpstedter Malteser konnten die Besucher viel erfahren, sondern auch etwa über neuere Technologien wie die Frühdefibrillation oder die Einsatzbereiche und Fahrzeuge der SEG-Einheiten aus Sandkrug und Wildeshausen. Gerade für die Kinder war es neben Spielen und einer Hüpfburg eine besondere Attraktion, in die Rettungswagen zu klettern. Derweil konnte, wer wollte, beim Schulsanitätsdienst Verbände anlegen; die Malteser informierten über Hausnotruf und Essen auf Rädern. Mit von der Partie war auch die Jugendgruppe der Harpstedter Malteser, die vormittags bereits beim ökumenischen Malteser-Gottesdienst in der Christuskirche ihren großen „Einsatz“ hatte mit einem Anspiel. „Die Leute waren begeistert“, freute sich Strahlendorff über positive Reaktionen auf diesen Gottesdienst.
