Harpstedt - Die erste „Tour de Flur“ ist in Harpstedt eine runde Sache gewesen. 32 Frauen und Männer beteiligten sich am Sonntag an der Radtour, um Einblicke in die Landwirtschaft zu gewinnen und sich aktuellen Themen aus der Agrarszene zu widmen. Der Landfrauenverein Harpstedt-Heiligenrode zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden, zumal es altersmäßig ein bunter Mix war und nicht nur Vereinsmitglieder in die Pedale traten, wie Regina Eiskamp und Regina Bührmann betonten. „Alles gut gelaufen und total interessant“, so Bührmann am Tag danach.
Die „Tour de Flur – Landwirtschaft und Natur selber erfahren“ war eine Premiere im Kreisverband des Landfrauenvereins Grafschaft Hoya, zu dem Harpstedt-Heiligenrode gehört. An fünf Orten lief parallel dieses Angebot, bei dem stets mehrere Betriebszweige der Landwirtschaft zu besichtigen waren.
In Harpstedt war Gästeführerin Angela Willms mit von der Partie, um den kulturellen Part bei der Tour abzudecken. So informierte sie beim Stopp auf dem Koems kurz über das Gelände.
Im Mittelpunkt der Radtour stand der Besuch von verschiedenen (Versuchs-)Feldern. Dazu informierte Experte Wolfgang Jerebic, Anbauberater der Firma Bayer in Harpstedt, über die jeweilige Pflanzen und die Besonderheiten. Grundtenor seiner Ausführungen: Die aktuelle Trockenheit wird für die Landwirte zum Problem in diesem Jahr. Raps, Kartoffeln, Gerste, Weizen, Gras und Mais beschäftigten die Radler. Auch um Energiepflanzen ging es. So wurden die Möglichkeiten der Silphie geschildert, die zum Mais eine Alternative ist.
Auch ein Thema: die Blühstreifen. „Man wird diesen Sommer nicht so viel sehen“, sagte Regina Eiskamp. Das liege allerdings nicht daran, dass weniger Areale angelegt würden. Vielmehr werde nun vermehrt an Gräben angesät. „Das macht mehr Sinn“, erläuterte sie. Das halte Insekten und damit auch das Wild ferner von den Straßen.
Nach dem Radeln zwischen den Feldern ging es nach drei Stunden in den Betrieb von Frieder Eiskamp an der Dreiangel am Wunderburger Weg. Milchviehhaltung und die Biogasanlage waren hier die großen Themen. Kaffee und Erdbeerkuchen sorgten für die Stärkung der Radler. Nach mehr als vier Stunden war der informative Nachmittag beendet.
