HARPSTEDT - Von anja Biewald
„Die Arbeit mit den Kindern wird mir sicherlich fehlen, aber meine neue Aufgabe ist für mich eine tolle Chance“, davon ist Martina Buschheuer, derzeit stellvertretende Leiterin des Kindergartens des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Harpstedt, überzeugt. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im August wird sie in die Fußstapfen ihrer jetzigen Chefin May-Britt Mundt treten und die Leitung des Kindergartens übernehmen.
Martina Buschheuer ist in Wesel aufgewachsen und hat ihre Ausbildung zur Erzieherin in Xanten in Nordrhein-Westfalen absolviert. Nach ihrem Abschluss hat sie als Erzieherin privat für eine Familie in Ratzeburg in Schleswig-Holstein gearbeitet. Von dort aus hat sie vor zehn Jahren ihre Bewerbung für eine freigewordene Stelle im DRK-Kindergarten in Harpstedt abgeschickt: May-Britt Buschheuer wurde damals die neue Leiterin und konnte deshalb nicht mehr in den Kindergruppen arbeiten. Martina Buschheuer rückte auf und übernahm vor fünf Jahren den Posten der Stellvertretenden Leiterin: „An dieser Arbeit hatte ich immer viel Spaß: Ich hatte viel mit den Kindern zu tun und habe trotzdem die Seite der organisatorischen Arbeit kennen gelernt.“
Jetzt hat die 35-Jährige ein Jahr lang Zeit, um herauszufinden, ob ihr die Leitung der Einrichtung ebenso viel Freude macht: May-Britt Mundt lässt sich nämlich zunächst für ein Kindergartenjahr lang von ihrem Beruf freistellen, weil sie gemeinsam mit ihrem Mann Steffen nach Kanada auswandert. Sollte sich das Paar für eine Rückkehr in die Heimat entscheiden, stünde May-Britt Mundt auch die Rückkehr in ihren Job offen. Martina Buschheuer begreift dieses Jahr als Möglichkeit, ein neues Tätigkeitsfeld zu entdecken: „So eine Chance bekommt man nicht oft: Ich kann herausfinden, ob diese Position für mich die richtige ist. Ich möchte auf jeden Fall im Sinne von May-Britt Mundt weiterarbeiten.“ Allerdings wird die Wahl-Bremerin dann nicht mehr die Spatzen- und die Schmetterlingsgruppe als Erzieherin betreuen können. „Aber die Kinder können mich jederzeit im Büro besuchen kommen.“
