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Revierförster Ist Zufrieden Verjüngungskur für den Hasbruch

Hasbruch - „Wir sind da in den letzten Zügen“, gab sich Revierförster Jens Meier zufrieden. Gemeint war der Fortschritt der Ersatzpflanzungen in diesem Jahr. Insgesamt 30 000 neue Eichen sollen gepflanzt werden, die meisten sind es bereits. „Wir haben am 2. Januar angefangen, etwa 26000 Bäume sind bereits in der Erde“, so Meier am Dienstag. Die Setzlinge sind dabei keine Fremden: Sie stammen alle aus Saatgut, das 2015 im Hasbruch geerntet wurde.

Waldboden sehr trocken

Dass es junge Eichen in diesen Stückzahlen gibt, ist allerdings keine Selbstverständlichkeit. „Eichen sind immer Mangelware“, wie Meier erklärte, „man muss da drei bis vier Jahre im Voraus planen.“ Die verwendeten Setzlinge sind mit 80 bis 120 Zentimetern relativ groß und werden tief gepflanzt, um besser gegen Trockenheit geschützt zu sein. Trotzdem hängt der Erfolg der Pflanzungen von ausreichend Regen ab: „Wenn es sehr trocken wird, wäre das schlecht“, so Meier. Der Waldboden sei aktuell nach etwa zehn Zentimetern Tiefe „rappeltrocken“, führte er weiter aus, es gebe daher noch einen großen Bedarf an Niederschlag, um überhaupt wieder auf ein normales Niveau zu kommen. Wenn im Mai und Juni zu wenig Regen falle, würden die jungen Eichen „zurücktrocknen“, sagte Meier, was sie später anfälliger mache. „Es darf gerne noch regnen – sachte, nicht zu stark.“

Für das Anpflanzen selbst ist die aktuelle Witterung dagegen optimal. „Wir haben echt Glück mit dem Wetter, weil wir überall hinkommen“, sagte Forstwirt Klaus Scheffer. Die frisch geräumten Flächen, auf denen gepflanzt wird, seien recht anfällig für extreme Witterung. Die Anpflanzung von Eichen folgt dem Erhaltungs- und Entwicklungsplan für das Flora-Fauna-Habitat Hasbruch.

Abgesehen von der Witterung sieht man im Hasbruch derzeit wenige Probleme für die Setzlinge. „Wir haben kein Damwild, insofern geht das“, erklärte Meier. Schäden durch den Borkenkäfer, der aufgrund des sehr milden Winters in diesem Jahr vermehrt erwartet wird, befürchtet er nicht: „Da haben wir keine Probleme.“ Das liege vor allem daran, dass im Hasbruch wenige Fichten stehen, die bevorzugtes Ziel des Käfers sind.

Fällungen abgeschlossen

Bereits abgeschlossen sind im Hasbruch die Holzernte und Fällarbeiten. „Auf dem gesamten Gebiet der Revierförsterei sind etwa 6000 Festmeter gefallen“, sagte Jens Meier. Das sei zwar relativ viel, „aber nicht ungewöhnlich in Jahren, in denen wir Saatmaterial haben, weil wir dann Kulturflächen miteinbeziehen“, erklärte er. Schon seit dem 28. Februar sind die Arbeiten beendet, aktuell würde man lediglich noch Holz an den Wegen sortieren. Derzeit läuft der Brennholzverkauf der Revierförsterei Hasbruch. An den kommenden Freitagen 29. März und 5. April kann jeweils um 14 Uhr noch Holz erworben werden. Details zu den Orten, Kosten sowie den Raummetern sind online einsehbar unter:

Arne Haschen
Arne Haschen Digitalteam Wesermarsch
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