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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Berentzen wächst hochprozentig ohne Prozente

14.08.2019

Haselünne Vor allem dank guter Geschäfte mit alkoholfreien Getränken und Frischsaftsystemen hat der emsländische Getränkehersteller Berentzen seinen Gewinn im ersten Halbjahr spürbar steigern können. Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Konzern-Ebit) stieg in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,1 Prozent auf 5,0 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Konzernumsatz legte leicht um 1,1 Prozent auf 79,2 Millionen Euro zu.

Berentzen-Vorstand Oliver Schwegmann zeigte sich bei einem Pressegespräch am Unternehmenssitz in Haselünne „sehr erfreut“ über die Ergebnisse und sprach von einem „erfolgreichen ersten Halbjahr“. Der eingeschlagene umfassende Transformationsprozess des Unternehmens, das etwa verstärkt auf höherwertige und profitable Artikel setzen will, zeige bereits Wirkung. „Wir sind auf einem guten Weg, haben aber auch noch Hausaufgaben vor uns, um am Ende auch die Ernte einfahren zu können“, sagte Schwegmann.

Finanzvorstand Ralf Brühöfner hob vor allem die deutliche Steigerung beim Rohertrag hervor. „Das zeigt, dass wir in den richtigen Segmenten mit den richtigen Produkten unterwegs sind“, sagte er.

Insgesamt zeigt sich bei Berentzen ein zweigeteiltes Bild. Im Segment Frischsaftsysteme, in den vergangenen Jahren unter anderem wegen einer verheerenden Orangenernte und Problemen in der Beschaffungslogistik ein großes Sorgenkind, konnte das Unternehmen die Umsatzerlöse überproportional um 6,1 Prozent auf 9,9 Millionen Euro steigern. Vor allem angetrieben von der Marke Mio Mio, einem koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk, und wachsenden Geschäften mit Mineralwässern verzeichnete die Berentzen-Gruppe auch bei alkoholfreien Getränken ein Umsatzplus von 4,8 Prozent auf 25,3 Millionen Euro.

Rückläufig waren die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr dagegen im Spirituosengeschäft mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 39,8 Millionen Euro, womit sich Berentzen laut Schwegmann aber etwa auf dem Niveau des Gesamtmarktes bewege. Zugleich sei der Wettbewerb in diesem Segment weiter besonders intensiv, worauf Berentzen auch reagiert habe. „Wir haben unser Produktportfolio durch die Streichung unprofitabler Artikel gestrafft und allzu preisaggressive, ertragsbelastende Vermarktungsaktionen bewusst reduziert“, sagte der Vorstandschef.

Für die zweite Jahreshälfte erwartet Berentzen laut Schwegmann eine „dynamischere Umsatz-Entwicklung und eine verhaltenere Ebit-Entwicklung“. Hintergrund sei, dass das Unternehmen seine beiden großen Innovationen in diesem Jahr, den Premium-Fruchtlikör „Berentzen Signature“ und die alkoholfreie Limonade „Kräuterbraut“, erst im zweiten Quartal gestartet habe. Der Berentzen-Vorstand rechnet hierdurch für die zweite Jahreshälfte einerseits mit Umsatzimpulsen, andererseits aber auch mit Mehrkosten etwa im Bereich Marketing.

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Prognose für das Gesamtjahr erreichen werden“, sagte Schwegmann. Für das Geschäftsjahr 2019 geht die Berentzen-Gruppe weiterhin von einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 164,7 bis 173,4 Millionen Euro (2018: 162,2 Millionen) und einem nahezu stabilen Konzern-Ebit von neun bis zehn Millionen Euro (2018: 9,8 Millionen) aus. Am Aktienmarkt kamen die Zahlen des börsennotierten Unternehmens gut an. Die Berentzen-Aktie legte am Dienstag zu. Allerdings hatte der Aktienkurs in den vergangenen Monaten auch spürbar nachgegeben.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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