HASELüNNE - Das Getränke- und Spirituosenhaus Berentzen (Haselünne/Emsland) hat 2007 einen deutlich höheren Verlust verbucht als noch im Vorjahr. Auch operativ rutschte das Unternehmen aus Haselünne wieder in die roten Zahlen. Das operative Ergebnis der Berentzen-Gruppe AG schrumpfte auf minus neun Millionen Euro nach plus 500 000 Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 11,4 Millionen Euro. 2006 waren es 700 000 Euro. Der Konzernumsatz ohne Branntweinsteuer legte von 180 Millionen Euro auf fast 186 Millionen Euro zu.
Belastet hätten 2007 vor allem die Investitionen ins Marketing für die Stamm-Marke Berentzen, teilte das Unternehmen weiter mit. Das Marketingbudget sei um 20 Prozent erhöht worden.
Außerdem beeinflussten höhere Rohstoffpreise und geringere durchschnittliche Nettoerlöse pro Flasche das Ergebnis. So sei der Absatz bei Spirituosen zwar von knapp 93 auf rund 104 Millionen 0,7-Liter-Flaschen gestiegen, dieses Wachstum stamme aber zu großen Teilen aus dem wenig lukrativen Geschäft mit Handels- und Zweitmarken.
Der Absatz der Fruchtvarianten der Stamm-Marke Berentzen im Inland nahm um zehn Prozent zu (Vorjahr: minus 15 Prozent). „Die neue Geschäftspolitik ist darauf ausgerichtet, die Ertragskraft durch mehr Markengeschäft zu erhöhen und das Unternehmen nachhaltig profitabel zu machen“, teilte VorstandsChef Axel Dahm mit. Im April will Berentzen drei neue Markenprodukte präsentieren.
