HASELüNNE/HAMBURG - Nach Verlusten hofft der emsländische Spirituosen-Hersteller Berentzen auf eine Trendwende. Bei der Kernmarke Berentzen seien die Rückgänge 2007 gestoppt worden, der Absatz dieser Produkte im In- und Ausland sei um sechs Prozent gestiegen, sagte Vorstandschef Axel Dahm am Mittwoch in Hamburg. Noch ungünstig sei allerdings der hohe Anteil von Handelsmarken am Gesamtumsatz, mit denen kaum Geld zu verdienen sei.
„Im vergangenen Jahr wurde der Verfall der Marke Berentzen gestoppt, als nächstes soll die Trendwende im gesamten Markengeschäft kommen“, sagte Dahm. Das Unternehmen müsse den Produktmix verändern und an einer besseren Umsatzstruktur arbeiten. Geplant seien höhere Aufwendungen für Marketing sowie neue Produkte, etwa eine neue Variante des Wodkas „Puschkin“ sowie neue Liköre mit Milchkaffee- oder Karamellgeschmack.
Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern gab es 2007 einen Verlust von 9 Millionen Euro (2006: minus 500 000 Euro). Der Konzernumsatz ohne Branntweinsteuer lag mit knapp 186 Millionen Euro um drei Prozent über dem Vorjahreswert. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 23 auf 719.
