HATTERWüSTING - Die Gastronomen im Landkreis müssten stärker mit Partnern in benachbarten Städten und Kreisen kooperieren, so Eger. Die Branche habe ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.

Von Andreas Naaf

HATTERWÜSTING - Landrat Frank Eger hat der Hotel- und Gastronomiebranche des Landeskreises Oldenburg ein gutes Zeugnis ausgestellt. Auf dem Jahresempfang des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Ortsverband Wardenburg-Hatten-Großenkneten) im Dorfkrug Meiners in Hatterwüsting betonte Eger, dass die Zahl der Übernachtungen mit 125 000 im ersten Halbjahr 2005 – im Gegensatz zu vielen anderen niedersächsischen Regionen – stabil geblieben sei. Dadurch seien rund 16 Millionen Euro in den Landkreis geflossen. Nach Egers Ansicht aber kein Grund, sich auf den Erfolgen auszuruhen. „Wenn wir Beschäftigung schaffen wollen, brauchen wir Zuwächse.“

Daher empfahl er den rund 100 anwesenden Gastronomen und Gemeindevertretern, künftig noch stärker mit ihren Pfunden zu wuchern. Es gelte, gemeindeübergreifend mehr Thementage und Komplettangebote anzubieten, um die touristische Attraktivität des Landkreises weiter zu steigern. „Wir haben unsere Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft“, bilanzierte der Landrat.

Er regte zudem an, in Zukunft verstärkt über den eigenen Tellerrand zu blicken. Um den Status eines Naherholungsgebietes hinter sich zu lassen, müsse sich das hiesige Gastgewerbe mit Partnern in benachbarten Städten und Kreisen vernetzen. Nur wenn die Akteure im ganzen Oldenburger Land an einem Strang zögen, könne man sich als Ferienregion bundesweit einen Namen machen, so Eger.

Die verstärkte Vernetzung der Betriebe forderte auch Hattens Bürgermeister Helmut Hinrichs. In Kooperation mit den Kommunen müsste das Gastgewerbe gemeindeübergreifend zusammenarbeiten. „Denn der Gast kennt keine Verwaltungsgrenzen.“


Grundsätzlich hob er die Bedeutung von Hotels und Gaststätten für die lokale Wirtschaftskraft hervor. In Hatten habe die Branche 2004 einen Umsatz von rund sieben Millionen Euro erzielt. Aber nicht nur als Wirtschaftsfaktor würdigte Hinrichs die Gastwirte und Hoteliers: „Sie sind auch Vermittler von Lebens- und Essenskultur und leisten große Beiträge zur Lebensqualität der Bürger.“