Hoykenkamp - Der „Wohnpark Hoykenkamp“ galt eigentlich als Synonym für eine unendliche Geschichte. Bereits 2007 sollte Baustart sein, doch die Pläne wurden immer wieder modifiziert. Davon kann inzwischen keine Rede mehr sein. Das Hauptgebäude der Senioren-Wohnanlage steht vor der Fertigstellung. Spätestens Anfang 2016 sollen die ersten Mieter einziehen, wie Karin Delius von der Projektentwicklungsgesellschaft Reiners (Bremen) am Montag auf NWZ -Anfrage sagte.

In dem dreigeschossigen Gebäude, unweit der Schierbroker Straße, werden im Erdgeschoss ein Pflegestützpunkt und eine Senioren-Wohngemeinschaft mit zwölf Wohnräumen und gemeinsamen Aufenthaltsräumen eingerichtet. In den oberen Etagen seien mehr als ein Dutzend Appartements für betreutes Wohnen geplant.

Betreiber ist die Bremer Convivo-Unternehmensgruppe, zu der unter anderem der Ambulante Hauspflegeverbund Syke oder die Seniorenwohngemeinschaft Kattenturm gehören. Die Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, etwa 50 bis 78 Quadratmeter groß, können individuell gestaltet werden, sagte Britta Lühring von Convivo. Zum Service gehöre das Hausnotrufsystem und die Unterstützung in Krisensituationen.

Auf dem knapp drei Hektar großen Areal, das künftig über die Straße „Zum Fischerteich“ erschlossen wird, sollen auch 24 barrierefreie Bungalows entstehen. Fünf Gebäude seien bereits verkauft und bezogen. Weitere vier Bungalows, jeweils mit 100 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche, seien reserviert, erklärte Reiners-Sprecherin Karin Delius. Das Interesse sei „deutlich gestiegen“, betonte sie. Noch im Herbst solle mit dem Bau weiterer Bungalows in der Wohnanlage begonnen werden. Die gute Nachfrage trage dazu bei, dass beim Projektentwickler die Planungen für ein weiteres Hauptgebäude auf Hochtouren laufen. Hier will Reiners 15 Eigentumswohnungen für Senioren anbieten.

Der Wunsch des Ortsvereins Hoykenkamp, eine fußläufige Verbindung vom Senioren-Wohnpark zum Bahnhof Hoykenkamp einzurichten, scheint sich zu zerschlagen. „Es müsste ein Grunderwerb auf einer Länge von rund 700 Metern getätigt werden“, so Ortsvereins-Vorsitzender Hartmut Fastenau. Gespräche der Gemeindeverwaltung mit den Anliegern hätten zu keinem Ergebnis geführt.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent