NWZ
über die Schulden der Stadt Elsfleth – rund sieben Millionen Euro. Seit 1985 kann die Stadt keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Aber ganz so aussichtslos ist die Situation nicht. Es gibt einige Maßnahmen, die schon in diesem Jahr zu einer Verbesserung im Haushalt und zu einer Verringerung des Defizits beitragen können.Rat und Rathaus: Schon 2010 hatte der Rat beschlossen, die Zahl der Ratsmitglieder zu reduzieren. Einsparung pro Jahr: 2200 Euro. Durch Neuabschluss eines Vertrages sind die Kopierkosten im Rathaus und Heye-Stift um 4000 Euro im Jahr gesunken – trotz neuer Geräte.
Schulen und Hallenbad: Zurzeit wird die Kündigung eines Vertrages von 1963 zur Übernahme für Kosten von Sandfelder Kindern geprüft. Allein im vergangenen Jahr musste Elsfleth für acht Mädchen und Jungen 7500 Euro an Brake überweisen. Weitere Maßnahmen bringen rund 10 000 Euro.
Stiftungen und Versicherung: Es soll eine Entwidmung der Braue-Stiftung und Verkauf eines Wassergrundstückes in der Weserstraße geprüft werden. Versicherungen: Aufgrund einer Empfehlung des Landesrechnungshofes wird die Stadt die Versicherungsbeiträge zu senken versuchen.
Gebühren: In der Bücherei wurde eine neue Gebührenordnung erstellt. Im Hafen gibt es durch eine neue Satzung 2500 Euro. Durch Neuabschlüsse von Pachtverträgen werden Mehrerträge von insgesamt 16 000 Euro erwartet, hat die Stadtverwaltung berechnet.
Stadthalle: Durch neue Beleuchtung wird es in der Stadthalle Energieeinsparungen von 5000 Euro pro Jahr geben. Außerdem erwägt die Verwaltung, die Erhöhung der Gebühren für die Stadthalle zur prüfen.
Straßen und Plätze: Durch Umrüsten von 52 Straßenleuchten auf Energiesparlampen wird jährlich mit Einsparungen von 7200 Euro gerechnet. Durch den Erwerb des Festplatzes in Butteldorf werden jährlich 1200 Euro gespart. Um noch mehr zu sparen, müssten Einrichtungen wie das Schwimmbad geschlossen werden – doch das will in Elsfleth niemand.
