Heide - Der Bebauungsplan 252 sorgt in Heide für Unruhe: Zwischen dem Heuweg und der vorhandenen Bebauung am Heider See will die Gemeinde Ganderkesee knapp einen Hektar Fläche in Bauland verwandeln – unter anderem soll dort geförderter Wohnraum entstehen.

Verbal übers Ziel hinaus

Das hat Anlieger der benachbarten Straßen und andere Dorfbewohner alarmiert: Bereits in der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses vor zwei Wochen äußerten sie in der Einwohnerfragestunde die Sorge, dass in dem Neubaugebiet – insbesondere durch den sozialen Wohnungsbau – „ein Dorf im Dorf“ entstehen könnte. Unbeeindruckt davon brachte eine Mehrheit im Ausschuss den Bebauungsplan „südlich Heuweg“ auf den Weg.

Darüber soll nun geredet werden: Am kommenden Donnerstag, 17. Mai, wollen der Bürgerverein Heide-Schönemoor und der Orts- und Verkehrsverein Schönemoor mit betroffenen Bürgern die Planung besprechen und „Argumente für und wider diese Maßnahme“ sammeln, so Bürgervereins-Vorsitzender Hinnerk Twietmeyer. Die Versammlung beginnt um 19.30 Uhr im Gartenpavillon des Gasthofs Menkens in Hoykenkamp, Schierbroker Straße 75.

Mit Hinweis auf eine mögliche Belegung der künftigen Sozialwohnungen mit „Asylbewerbern“ wird in der Einladung die Frage aufgeworfen, ob „die bisher ausgewogene Mischung bezüglich des Einkommens und der soziale Friede hier aufs Spiel gesetzt“ werde. Befürchtet wird auch, dass die Neubauten sich nicht an die vorhandene Bebauung anpassen. Und grundsätzlich soll geklärt werden: „Wollen wir überhaupt ein neues Baugebiet in Heide?“ Schon jetzt sei die Anzahl der Baugebiete in der Gemeinde „inflationär“, heißt es weiter. Wie es in anderen Baugebieten um den Anteil des sozialen Wohnungsbaus bestellt ist, soll ebenfalls diskutiert werden.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)