HEIDE - Auf dem Weg zur Bürgersolaranlage auf der Heider Turnhalle gibt die Solarinitiative Ganderkesee mächtig Gas. Der Termin für eine Bürgerversammlung steht (Donnerstag, 11. Oktober, 19 Uhr, Menkens Hoykenkamp), im November sollen die Investoren gesucht werden. Das ehrgeizige Ziel: Noch vor Jahresfrist soll aus Heide Strom kommen.

Nachdem der Ausschuss für Straßen, Verkehr, Umweltschutz und Landwirtschaft vor zwei Wochen seine Zustimmung zur Nutzung des Heider Hallendachs gegeben hatte, werden in Kürze die Kostenvoranschläge zweier Firmen erwartet.

Parallel trommelt Initiator Ralf Eilers bei Vereinen für das Vorhaben. Am Dienstag sprach er mit dem Vorstand des Bürgervereins Heide-Schönemoor. „Da musste ich keine Überzeugungsarbeit leisten“, sagte Eilers. Vielmehr habe er offene Türen eingerannt. Weitere Treffen sind mit dem Orts- und Verkehrsverein Schönemoor und dem Ortsverein Hoykenkamp vorgesehen, auch steht Eilers im Kontakt mit den Vorsitzenden des VfL Stenum und der Turnerschaft Hoykenkamp – damit auch in deren Mitgliedschaft für eine Beteiligung geworben wird.

Die Modalitäten bei dieser zweiten Bürgersolaranlage in der Gemeinde sollen ähnlich sein wir bei der ersten auf dem Dach der Realschule Ganderkesee. Beteiligungen sind ab 500 Euro möglich. „So viel, wie wir von Bürgern erhalten, investieren wir.“

Während in Ganderkesee 120 000 Euro verbaut wurden, rechnet Eilers in Heide mit Kosten von etwa 130 000 Euro. Die Turnhalle sei gut geeignet, weil geneigte Dachflächen genutzt werden können (die Halle hat ein Sägezahndach). Auch sei eine kompliziertere Unterkonstruktion hier nicht nötig. In Ganderkesee habe die gesamte Modulfläche bei etwa 220 bis 230 qm gelegen, in Heide seien es etwa 350 qm.


Falls die Inbetriebnahme im Jahr 2007 gelingt, würden noch die etwas höheren Vergütungssätze gelten (auf 20 Jahre verteilt, ab Januar auf 21 Jahre; in der Summe sei die Vergütung aber gleich).

Natürlich macht sich Eilers bereits Gedanken, ob es eine dritte Bürgersolaranlage in der Gemeinde geben könnte. Geeignete Dächer seien vorhanden, etwa bei der neuen Sporthalle Am Steinacker, beim Gymnasium, im Schulzentrum Bookholzberg. Welches Dach in Frage kommen könnte, sei noch offen. Eilers: „Da muss ich noch meine Fühler ausstrecken.“