HEIDE - Wenn in der Gemeinde Ganderkesee die Rede aufs Bevölkerungswachstum kommt, dann gilt die Entwicklung von Heide als gutes Beispiel. Vor 15 Jahren hatten Heide I und II noch etwa 1700 Einwohner, zum 1. Oktober 2009 waren es 3682. Parallel zum rasanten Wachstum änderte sich die Infrastruktur – aus dem verschlafenen Dorf wurde ein kleines Zentrum. Eben diese Entwicklung wird Hilde Bartels am Sonntag, 1. November, bei der letzten Landpartie des Gästeführerteams im Jahr 2009 beleuchten. Ihr Thema: „In Heide leben in einem attraktiven Umfeld“.

Bei ihrem Rundgang wird die Gästeführerin insbesondere das Wohnen in den Fokus rücken. Mit diesem Thema fängt die Landpartie auch an: Nach dem Start um 10 Uhr auf dem Netto-Parkplatz stellt Manuela Scharbau im neuen Geschäftshaus am Heider Ring das dortige „Wohnen mit Service“ vor.

Danach folgt ein Blick in die Geschichte. Vor den Höfen Kruse oder Egbers will die Gästeführerin an vergangene Zeiten erinnern, dabei auch den früheren „Grenzkrug“ streifen.

Part drei übernimmt Erik Scheffler von der RBS-Immobilien GmbH. Er informiert über die Öko-Siedlung, die vor etwa zehn Jahren entstand und über rund 170 Wohneinheiten verfügt, sowie über das neue, sich zum Schulweg anschließende Baugebiet (etwa 60 Wohneinheiten).

Danach ist wieder die Vergangenheit an der Reihe: Die Ende der 50er Jahre entstandene „Blumensiedlung“ wird erwandert. „Hier konnten sich damals viele Vertriebene mit Unterstützung der Niedersächsischen Heimstätte ein neues Zuhause aufbauen“, erläuterte Hilde Bartels. „Zum Haus gehörten ein Obst- und Gemüsegarten sowie ein Stall, um Hühner, Schweine, Kaninchen oder sonstige Kleintiere für den eigenen Bedarf zu halten“.


Nach einem Stopp beim früheren Tante-Emma-Laden von Irmgard Schoor und einem Vergleich mit einem heutigen Supermarkt wandert die Gruppe zu „Müllers Wurstdiele“. Hergen Kämena führt durch den im Jahr 1963 gegründeten Betrieb.

Die Landpartie dauert etwa zwei Stunden. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro (Kinder sind frei). „Warme Kleidung und gutes Schuhwerk sind angebracht“, so Hilde Bartels, die nähere Informationen unter 04223/8541 gibt.