Colnrade - Die Mitgliedsbeiträge eines Geschäftsjahres will der Heimatbund zwischen Dehmse und Hunte der Interessengemeinschaft „Vorsicht Hochspannung“ überweisen. Das war der einstimmige Beschluss der Mitgliederversammlung. Damit will der Vorstand des Heimatbundes seine Verbundenheit zu den Forderungen der Initiative nicht nur Ausdruck verleihen, sondern auch helfen, einen finanziellen Rahmen für die Handlungsfähigkeit zu schaffen beziehungsweise zu erhalten. Aktuell hat der Verein 132 Mitglieder, die jeweils einen Jahresbeitrag von 6 Euro zahlen, was einer Gesamtspendensumme von 792 Euro entspricht.

Die IG gründeten am 27. Oktober 2004 220 Betroffene und interessierte Bürger aus den Landkreisen Oldenburg und Diepholz. Die IG spricht sich gegen den geplanten Bau der 380 KV-Leitung mit rund 60 Meter hohen Strommasten, die von Ganderkesee bis St. Hülfe reichen soll, aus.

Parallel dazu beschlossen die Heimatbund-Mitglieder, eine Sammlung zugunsten der IG-Arbeit anzuschieben. Es soll bei den Bürgern um eine Spende gebeten werden. Als Gegenleistung wird ein so genannter Geburtstagskalender übergeben, der mit jahreszeitlich passenden Fotos aus dem Gebiet des Heimatbundes gestaltet wird. Auch auf dem Hökermarkt wird der Kalender zu haben sein.

In Umlauf ging auch eine Interessierten-Liste. Hintergrund ist die Dorfbild-Verschönerung. Wer vor seinem Haus oder an anderer passender Stelle Osterblumen pflanzen will, kann sich in die Liste eintragen“, so Vorsitzender Gerold Schäfer. Der Heimatbund geht zunächst mit 200 Euro in Vorleistung und kauft 2000 Zwiebeln. Gepflanzt werden soll im Herbst.

Eine Radtour wird im Juni von Christa und Günter Lüllmann organisiert. Daneben soll mit der Leiterin des Kindergartens Colnrade eine Kindernaturwanderung erarbeitet werden. Am 1. Mai wird eine Frühwanderung ab Eglinger Platz in Beckstedt veranstaltet, auch ein weiterer Vortrag mit Herbert Bock zur örtlichen Geschichte steht in der Planung.


Gewünscht wird ferner, das digitalisierte Ortsfamilienbuch (www.online-ofb.de) für das Kirchspiel Harpstedt auf den Einzugsbereich des Heimatbundes zu erweitern. „Bislang hören die Nachforschungen bei Hölingen auf“, so Schäfer.

Schließlich standen Anträge fürs Aufstellen von weiteren Ruhebänken an. Standorte sollen am Eingangsbereich zur Dehmse, in Colnrade am Pastorenweg, in Holtorf auf der Fläche des alten Ackerwagens und beim Schützenverein Winkelsett sein.