Seefeld - Trotz widriger Wetterbedingungen ist das Jagdjahr 2013/14 gut verlaufen. Das sagte Rolf Grabhorn, der Leiter des Hegerings Abbehausen/Esenshamm/Seefeld, jetzt in der Jahreshauptversammlung im Seefelder Schaart.
Einem schneereichen und kalten Winter folgte ein viel zu spätes Frühjahr, das sich als ungünstig für die Fortpflanzung der Hasen erwies. Zum Hegering gehören derzeit 18 Reviere mit exakt 9 009,8 Hektar.
Zu geringe Deckung
Die landwirtschaftlich hoch intensiv genutzten Flächen böten dem Hasen zusätzlich zu geringe Deckung, und auch der Grasschnitt alle 4 bis 6 Wochen und die anschließende Düngung wirkten sich nicht positiv auf die Population aus. Hinzu kommt die momentan grassierende Hasenseuche EBHS, die zu geschwächten Tieren und hohen Fallwildzahlen führt. Die Hasenstrecke fiel für die Jäger dennoch höher als im Vorjahr aus und belief sich auf 271 Tiere (249 im Vorjahr).
Das Rehwild hingegen komme mit dem Maisanbau vielerorts gut zurecht und habe sich in der Fläche stark vermehrt. Im Hegering wurde in der vergangenen Jagdsaison 15 Stück männliches Rehwild geschossen. Hinzu kamen 8 weibliche Tiere und 6 Fallwildtiere. Für den Hasen und die Wiesenvögel sei es ideal, wenn Wintergetreide angebaut werde, weil es für das Niederwild schon früh im Jahr eine gute Deckung bildet, erläuterte Grabhorn.
Probleme mit der späten Vegetation habe auch die Stockente, deren Erstgelege schlecht getarnt und für Prädatoren leicht zu entdecken seien. Während im Erstgelege 12 bis 16 Eier lägen, seien es im folgenden Gelege nur noch 6 bis 7 Eier. Somit ist die Fortpflanzung deutlich geschmälert.
399 Krähen geschossen
Im Jagdbericht wurde die Ergebnisse von Haar- und Federwild zusammengefasst. Auffallend hoch war die Anzahl der erlegten Füchse, die bei 73 Tieren lag. Im Vorjahr waren es nur 18 gewesen. Doppelt so viele Steinmarder und Hermeline wurden gejagt. Mit 399 Rabenkrähen wurden noch einmal fast 50 Stück mehr als im Vorjahr abgeschossen.
In der Versammlung ehrte Rolf Grabhorn den Landwirt Georg Lübben aus Langenriep für seine 40-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde und einer Treuenadel.
