Bürstel - Rainer Fortmann kam aus dem Erzählen gar nicht mehr heraus. Unermüdlich beantwortete der Züchter am Sonntag beim 7. Alpaka-Tag die Fragen der Besucher zu Leben, Verhalten und Eigenarten der Paarhufer. Rund 80 Tiere stehen derzeit im Stall der Familie Fortmann in Bürstel, einige davon als Einsteller, die nicht der Herde angehören. Am Sonntag standen die Tiere klar im Mittelpunkt. Aber auch die sechs Kunsthandwerker, die ihre Stände in den Garagen und im Haus der Familie aufgebaut hatten, freuten sich über die knapp 1000 Gäste.

Bei der Floristin Insa Scherschanski gab es nicht nur Adventsgestecke zu kaufen; auch die Kinder kamen auf ihre Kosten: Sie durften an Draht befestigte Meisenknödel verzieren. Dafür hatte Scherschanski allerlei Materialien bereitgestellt – Moos, Apfelscheiben, Stöckchen und vieles mehr. „Ich bin bei den Alpaka-Tagen jedes Mal mit dabei gewesen“, berichtete die Floristin. „Etwas für die Kinder zu machen, macht besonders Spaß.“

Eng wurde es zwischenzeitlich im Verkaufsraum von Herma Fortmann, wo Alpaka-Wolle und -Produkte angeboten wurden. Besonders gefragt waren wärmende Mützen, Schals und Socken – teils kunterbunt aus Peru, teils in Naturtönen aus der Wolle der Bürsteler Alpakas. „Wir färben unsere Wolle hier nicht“, erklärte Fortmann. Zum Verkauf standen aber nicht nur Kleidungsstücke, sondern auch Bettdecken, gefüllt mit der leichten Alpaka-Wolle.

Während sich die Besucher nichts aus dem ungemütlichen Herbstwetter machten, freute sich die Ausstellerin Zita Hobbensiefken doch sehr über ihren Stand im Haus der Familie Fortmann. Sie bot unter anderem selbstbemalte Seidentücher und Bilder an. Dass zeitgleich noch diverse andere Veranstaltungen stattfanden, sei kein Nachteil: „Viele machen eine richtige Rundreise und schauen sich alles an“, so Hobbensiefken.

Rainer Fortmann stimmte ihr da zu: „Konkurrenz belebt ja das Geschäft, und wir werden auch immer bekannter.“ Mit dem Wetter könne man noch leben. Wem es doch zu kalt wurde, der konnte sich im eigens für den Alpaka-Tag geöffneten Melkhus wieder aufwärmen. „Die heiße Schokolade ist der absolute Renner“, erzählte Verkäuferin Walli Lamers. Und eigentlich hatte Familie Fortmann noch richtig Glück mit dem Wetter, denn „Alpakas mögen gar keinen Schnee“, so Fortmann.