Rastede - Wer von der August-Brötje-Straße in Rastede auf das Firmengelände von Brötje Heizung schaut, wird denken: Sieht doch aus wie immer. Dass dort nur noch die Fassade, der überwiegend in den 1950er und 60er Jahren gebauten Hallen steht, erkennt man erst, wenn man sich genauer auf dem Werksgelände umsieht.
„Wir reißen in diesem Jahr 11 000 Quadratmeter Hallenfläche ab“, berichtet Geschäftsführer Sten Daugaard-Hansen. Wo bis Mitte der 90er Jahre noch Gliederheizkörper und Stahlkessel produziert wurden, wird voraussichtlich im August nur noch eine grüne Wiese zu sehen sein.
Zuletzt war der Hallenkomplex als Lager genutzt worden. Geld für Renovierungen wurde nicht mehr in die Hand genommen. „Das hat das Erscheinungsbild nicht gerade verschönert“, sagt Daugaard-Hansen.
Künftig benötigt das Unternehmen die alten Hallen nicht mehr. „Wir wollen die Lagerbestände reduzieren und die Umschlagfrequenz erhöhen“, sagt Torsten Panten. Er ist bei Brötje Heizung zuständig fürs Lean Management, das so genannte „schlanke Management“.
Deshalb hat das Unternehmen parallel zum Hallenabriss den Logistikbereich neu aufgestellt. „Wir haben eine Andockstation mit vier Plätzen für Lastwagen, die Waren bringen und abholen, bauen lassen“, berichtet Panten.
Neu gestaltet wird auch der Eingangsbereich. „Dabei werden wir viel mit Glas arbeiten“, sagt Daugaard-Hansen. Intern ist deshalb die Rede von einer „gläsernen Fabrik“. Der Eingang werde großzügiger und moderner gestaltet, berichtet der Geschäftsführer.
Das jetzige Verwaltungsgebäude wird modernisiert, im Innenhof entsteht bis Dezember ein neues Gebäude, in das der Werkservice ziehen wird. 600 Quadratmeter Bürofläche werden auf zwei Etagen untergebracht.
Rund fünf Millionen Euro fließen in die Modernisierung. „Wir sind froh, dass die Gesellschafter dieses Geld in die Hand nehmen“, sagt Daugaard-Hansen. Es sei ein klares Bekenntnis zum Standort.
Etwa 350 Mitarbeiter beschäftigt Brötje Heizung im Residenzort. Produziert werden Wärmeerzeuger, Gas- und Ölkessel – sowohl für die kleine Wohnung als auch fürs Industriegebäude.
Daugaard-Hansen: „Wir sind ein gesundes Unternehmen.“ Im vergangenen Jahr machte Brötje Heizung 180 Millionen Euro Umsatz, dieses Jahr sollen es 190 Millionen Euro werden.
