• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Experten analysieren Flugdaten

15.03.2019

Hejere Die französische Untersuchungsbehörde für Flugunfälle wertet Flugschreiber und Stimmenrekorder der äthiopischen Boeing 737 Max 8 aus, die am Sonntag aus unbekannter Ursache abstürzte. Die sogenannten Blackboxes trafen am Donnerstag beim Bureau d’Enquêtes et d’Analyses pour la Sécurité de l’Aviation civile, kurz BEA, ein, bestätigte ihr Sprecher Sébastien Barthe.

Die äthiopischen Behörden hätten sich wegen des komplizierten Falls an europäische Ermittler gewandt, teilte Barthe mit. Zunächst hätten sie in Deutschland angefragt, das aber nicht die notwendigen Mittel für diese Untersuchung habe, erklärte er. Deshalb hätten sie sich an Frankreich gewandt.

Der zweite Absturz einer Boeing 737 Max 8 seit Oktober hat Fragen über die Sicherheit des von dem US-Flugzeughersteller neu entwickelten und 2017 zugelassenen Typs aufgeworfen, die nach dem Crash am Sonntag mit 157 Toten 40 Staaten von Europa über Asien und Australien bis Afrika veranlasste, ihr vorläufig ein Flugverbot zu erteilen.

Nach tagelangem Zögern schlossen sich auf Weisung von US-Präsident Donald Trump auch die USA der Vorsichtsmaßnahme an. Die US-Luftfahrbehörde FAA und Hersteller Boeing hatten zunächst betont, die 737 Max sei sicher. Japan erteilte dem Flugzeugtyp am Donnerstag Flugverbot. Die Auswertung der Flug- und Stimmenaufzeichnungen kann Monate dauern. Die BEA hat große Erfahrung bei Unfalluntersuchungen, vor allem, wenn ein Airbus betroffen ist. Sie analysierte etwa den Absturz von Germanwings-Flug 9525 in den französischen Alpen im März 2015 mit 150 Toten und deckte auf, dass der Absturz vom Kopiloten in Suizid-Absicht herbeigeführt wurde.

Ethiopian Airways, der die am Sonntag kurz nach dem Start abgestürzte Boeing gehörte, gilt als bestgeführte Fluggesellschaft Afrikas. Ihr Vorstandsvorsitzender Tewolde Gebremariam sagte am Donnerstag, er sei zuversichtlich, dass die Klärung der Absturzursache den guten Ruf seiner Airline bestätigen werde. Nach dem Lion-Air-Absturz mit 189 Toten hätten seine Piloten eine zusätzliche Schulung erhalten, wie mit dem dabei festgestellten Problem – dem vom Autopiloten verursachten Absenken der Nase durch eine Fehlinformation eines Sensors – umzugehen sei. „Nach dem Lion-Air-Crash stellten sich Fragen, also schickte Boeing weitere Instruktionen, von denen sie sagten, dass die Piloten das wissen sollten“, so Tewolde.

Die FAA hatte einen Zusammenhang zwischen beiden Abstürzen bis Mittwoch nicht als erwiesen angesehen. Trump handelte, nachdem in fast allen Regionen der Welt ein Flugverbot für die 737 Max verhängt wurde.

Der weltgrößte Reisekonzern TUI möchte indes trotz des Flugstopps seiner 15 Mittelstrecken-Jets vom Typ Boeing 737 Max 8 sein deutsches Angebot wie geplant ausbauen. „Wir lassen alle Flüge stattfinden, weil sie Teil unseres Geschäfts sind“, sagte der TUIfly-Sprecher Aage Dünhaupt am Donnerstag.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.