HELLBUSCH - „Wir sind froh, dass es so weit ist“, sagt Friedrich Hellbusch. Das Blockheizkraftwerk von Bioenergie Hellbusch, ein bundesweites Pilotprojekt, läuft mittlerweile schon recht gut. Die zwei Motoren in dem Kraftwerk erzeugen stündlich 300 bis 320 Kilowatt Strom. Das sind ungefähr drei Viertel der angpeilten Leistung.

Genutzt wird bei Hellbusch das Prinzip der Holzvergasung, um damit Zündstrahlmotoren anzutreiben, die den Strom erzeugen.

Im Holz eingelagerte Energie wird in dem Kraftwerk CO2-neutral genutzt. Vergast wird Holz, „das nicht in die Sägerei geht“, so Hellbusch. Die krummen und schiefen Hölzer, die zum Beispiel bei Durchforstungen der Wälder anfallen. Sie werden gehäckselt und mit der eigenen Abwärme des Kraftwerks getrocknet, bis sie nur noch fünf bis 15 Prozent Restfeuchte enthalten.

Etwa drei- bis dreieinhalbtausend Tonnen kann die Anlage in Hellbusch im Jahr „schlucken“, um daraus Energie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz zu erzeugen.

Das Pilotprojekt, bei dem die Familie Hellbusch eine Menge Pionierarbeit leistet, findet viel Beachtung. Besucher aus ganze Europa schauen sich die Anlage an, die einmal Serienreife erreichen könnte. Aber auch etliche interessierte Gruppen aus der Gemeinde haben sich die Anlage schon erklären lassen.


Eine Infografik zu den größten CO2 Emittenten der Welt.