HELLE - Hektische Betriebsamkeit herrscht derzeit auf dem Gelände des Reitclubs Helle: Die Pferde müssen besonders schön hergerichtet werden, das Areal wird von den Blättern befreit und die Reitkleidung muss noch gebügelt werden. Warum? Birgit Waetcke-Rach kennt die Antwort. „Wir bereiten uns auf die Barockpferdetage am kommenenden Wochenende vor“, erzählt sie. „Eine Premiere“.

Dieses Wochenende steht auf dem Gelände Am Hufschlag 1 alles unter dem Motto: „Barock“. Den ganzen Sonnabend sind Prüfungen geplant, im Mittelpunkt des Sonntags steht eine Barockreitschau, zu der namhafte Reiter aus der gesamten Bundesrepublik erwartet würden.

Besonderes Augenmerk könnten die Zuschauer am Sonntag auch auf die verschiedenen Pferderassen legen. „Wir haben ein Kaltblut, ein Shirehorse, Andalusier, Lusitanos , Friesen und viele andere Rassen in der Schau“, verspricht die Organisatorin.

Auf die Idee, Barockpferdetage anzubieten, kam Birgit Waetcke-Rach bereits vor zwei Jahren. Damals besuchte sie den „Tag des Andalusischen Pferdes“ in München. Bei der Veranstaltung sei das gesamte Programm auf das spanische Thema abgestimmt gewesen, so die Reiterin. Ähnliches wolle sie nun für das Barockreiten in Helle anbieten. Barock meine aber nicht nur den pompösen Schmuck, den man mit dieser Epoche verbinde, erklärt sie. Die Barockreiterei sei eine spezielle Form der Pferdeausbildung. Das Tier werde hier, anders als in der Dressur, nicht unter dem Reiter ausgebildet, sondern „an der Hand.“ „Ich laufe neben meinem Pferd her und gebe Anweisungen“, sagt die Reiterin. „So kann das Pferd die Übungen einfach besser verstehen.“ Erst wenn das Tiers wisse, was es tun solle, könne man die Übungen auch mit einem Reiter im Sattel absolvieren. „Wir möchten bei der Barockreiterei die beiden Elemente – an der Hand und unter dem Sattel – miteinander verbinden“, erklärt Waetcke-Rach. „So

entsteht eine ganz eigene, leichte Harmonie.“


Natürlich würden die Tiere am Wochenende festlich geschmückt, im Vordergrund stehe aber die Ausbildung der Tiere und nicht der Schmuck. „Damit aber auch der Mensch nicht zu kurz kommt, werden wir zudem auch für das leibliche Wohl sorgen“, lächelt sie. Sie freue sich sehr auf die Veranstaltung und hoffe auf eine gute Zuschauerresonanz. „Und vielleicht können wir ja im nächsten Sommer eine noch größere Barock-Veranstaltung anbieten.“